FREIDENKER

FREIDENKER

Der Feind ist Washington

Austausch
avatar
kaffeetrinken
FREIDENKER 3°
FREIDENKER 3°

Anzahl der Beiträge : 4229
Posting-Points : 309
Alter : 58
Ort : ruhrpott

Re: Der Feind ist Washington

Beitrag von kaffeetrinken am So 28 Feb - 13:23

wenn man sich diese verbindungen mal ansieht...

Die amerikanischen Investitionen in Nazi-Deutschland beliefen sich auf eine geschätzte Summe in Höhe von 475 Millionen Dollar. Standard Oil investierte 120, General Motors 35, ITT 30 und Ford 17,5 Millionen Dollar. Obwohl das Verhalten dieser Unternehmen sehr unpatriotisch war, sind seitens des US-amerikanischen Präsidenten keinerlei ernsthafte Bemühungen bekannt geworden, die Verantwortlichen hierfür zur Rechenschaft zu ziehen, während andererseits erwiesen ist, dass Hitler bemüht war, bestimmte Geschäftspartner dieser amerikanischen „Bruderschaft“ unter Anschuldigung des Vaterlandsverrats zu verfolgen.

Zwei Führungskräfte der deutschen Tochtergesellschaft von Standard Oil waren Karl Lindemann und Emil Helfferich, prominente Figuren in Heinrich Himmlers Freundeskreis bei der Gestapo, die sie finanzierten und auch gute Freunde und Kollegen von Baron von Schröder bei der BIZ waren (BIZ – Hitlers Kriegsbank: Wie US-Investmentbanken den Weltkrieg der Nazis finanzierten und das globale Finanzsystem vorbereiteten).
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
avatar
Sirius123
Administrator
Administrator

Anzahl der Beiträge : 2655
Posting-Points : 416
Alter : 31

Re: Der Feind ist Washington

Beitrag von Sirius123 am So 9 Jul - 7:29

Die Vereinigten Staaten von Amerika im Krieg - Stand Juli 2017



Das ist der Stand des Kriegs, den die Vereinigten Staaten von Amerika führen, im Juli 2017.

Die jetzige US-Bombenkampagne gegen den Irak und Syrien ist die schwerste seit der Bombardierung von Vietnam, Kambodscha und Laos in den 1960ern und 1970ern, wobei zwischen 2014 und Ende Mai 2017 84.000 Bomben und Raketen abgefeuert wurden. Das ist nahezu das Dreifache der 29.200 Bomben und Raketen, die 2003 in der „Shock and Awe“ (Schock und Einschüchterung) -Kampagne gegen den Irak abgefeuert wurden.

Die Administration Obama eskalierte die Bombenkampagne im letzten Oktober, als der US-irakische Angriff auf Mosul begann, und feuerte 12.290 Bomben und Raketen zwischen Oktober und Ende Januar ab, dem Ende der Amtszeit von Präsident Obama. Die Administration Trump hat die Kampagne weiter eskaliert und seit dem 1. Februar 14.965 Bomben und Raketen abgefeuert. Die schwersten Bombardierungen gab es im Mai mit 4.374 Bomben und Raketen.

Die Beobachtergruppe Airwars.org im Vereinigten Königreich hat Berichte gesammelt über 12.000 bis 18.000 Zivilisten, die durch die fast drei Jahre andauernde Bombardierung von Irak und Syrien getötet worden sind. Diese Berichte können nur die Spitze des Eisbergs darstellen, und die wirkliche Zahl der getöteten Zivilisten könnte über 100.000 hinausgehen, geht man von den typischen Relationen zwischen berichteten und tatsächlichen Tötungen in ehemaligen Kriegszonen aus.

Während die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Alliierte gegen Mosul im Irak und Raqqa in Syrien vorrückten, und während US-Streitkräfte jetzt acht militärische Stützpunkte in Syrien besetzt halten, haben der Islamische Staat und seine Alliierten in Manchester und London zurückgeschlagen, Marawi, eine Stadt in den Philippinen mit 200.000 Einwohnern besetzt und eine gewaltige Autobombe innerhalb der Befestigungen der „Grünen Zone“ in Kabul in Afghanistan gezündet.

Was 2001 als ein fehlgeleiteter Einsatz von militärischer Gewalt begann, um eine Gruppe von ehemals durch die Vereinigten Staaten von Amerika unterstützte Jihadisten in Afghanistan für die Verbrechen des 11. September zu bestrafen, hat sich zu einem weltweiten asymmetrischen Krieg entwickelt. Jedes durch das US-Militär zerstörte oder destabilisierte Land ist jetzt eine Brutstätte für Terrorismus. Es wäre dumm anzunehmen, dass das nicht viel viel schlimmer werden kann, solange beide Seiten weiterhin ihre Eskalation von Gewalt als Reaktion auf die Gewalt ihrer Feinde rechtfertigen, anstatt zu versuchen, die mittlerweile weltweite Gewalt und das Chaos zu deeskalieren.

In Afghanistan befinden sich wieder einmal 10.000 US-Soldaten – im April waren es 8.500 – und laut Berichten sollen in Bälde 4.000 weitere geschickt werden. Hunderttausende Afghanen wurden in 15 Jahren Krieg getötet, aber die Taliban kontrollieren jetzt einen größeren Teil des Landes als zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem Überfall der Vereinigten Staaten von Amerika auf Afghanistan im Oktober 2001.

Die Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen wesentlich den von Saudiarabien geführten Krieg gegen den Jemen, indem sie eine Blockade der jemenitischen Häfen mitbetreiben und Informationen und Luftbetankungen für die saudischen und die mit ihnen alliierten Kriegsflugzeuge zur Verfügung stellen, die seit 2015 den Jemen bombardiert haben. Die laut UNO getöteten 10.000 Zivilisten bilden sicher nur einen Bruchteil der in Wirklichkeit getöteten Menschen, und Tausende mehr sind durch Krankheiten und Hunger gestorben.

Jetzt steht der Jemen vor einer humanitären Krise und einer schweren Choleraepidemie aufgrund des Mangels an sauberem Trinkwasser und Medizin, verursacht durch die Bombardierungen und die Blockade. Die UNO warnt, dass Tausende Jemeniten durch Hunger und Krankheit sterben könnten. Ein Gesetzentwurf zur Reduzierung einiger US-Waffenlieferungen an Saudiarabien wurde vom Senat mit 53 Stimmen (48 Republikaner und 5 Demokraten) gegen 47 im Juni abgelehnt.

Näher am eigenen Land veranstaltete das US Southern Command (SOUTHCOM – für den Süden zuständiges Kommando) vor kurzem in Miami eine Konferenz mit den Präsidenten von Guatemala, Honduras und El Salvador. Das signalisierte eine weitere Militarisierung des US-Kriegs gegen die Drogen in Zentralamerika und Bemühungen, die Immigration aus diesen Ländern einzuschränken, sogar nachdem ein Bericht der Generalinspektoren des Außen- und Justizministeriums Agenten des Außenministeriums und der Drogenbehörde (DEA) für die Tötung von vier unschuldigen Zivilisten (ein Mann, zwei Frauen und ein 14jähriger Bub) durch Maschinengewehrfeuer aus einem Helikopter des Außenministeriums in der Nähe von Ahuas in Honduras 2012 verantwortlich gemacht hatte.

Der Bericht der Generalinspektoren besagte, dass DEA-Vertreter wiederholt den Kongress über diesen Vorfall angelogen haben, indem sie vorgaben, dass die Honduraner in einer Schießerei mit Drogenhändlern getötet wurden, was ernste Zweifel hervorrief in Bezug auf die Verantwortung für eskalierende paramilitärische Operationen der Vereinigten Staaten von Amerika in Zentralamerika.

Die Proteste der rechtsgerichteten Opposition in Venezuela sind gewalttätiger geworden, wobei seit April 99 Menschen getötet worden sind, nachdem die Proteste es nicht geschafft haben, genügend öffentliche Unterstützung zu mobilisieren, um die linksgerichtete Regierung von Nicolas Maduro zu stürzen. Die Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen die Opposition und haben diplomatische Anstrengungen unternommen, um die Regierung zum Rücktritt zu zwingen, so dass Gefahr besteht, dass die Situation zu einem US-unterstützten Bürgerkrieg eskalieren könnte.

Mittlerweile operieren in Kolumbien rechtsgerichtete Todesschwadronen wieder einmal in Gebieten, in denen die FARC die Waffen abgegeben hat, und töten und bedrohen Menschen, um sie von Land zu vertreiben, das von reichen Großgrundbesitzern begehrt wird.

Über unserer zunehmend kriegszerrissenen Welt zeichnen sich neue US-Drohungen mit militärischer Aktion gegen Nordkorea und den Iran ab, die beide über robustere Verteidigungen verfügen als die, mit denen die US-Kräfte seit dem Krieg Amerikas gegen Vietnam zu tun hatten. Steigende Spannungen mit Russland und China bergen das Risiko noch größerer, ja sogar existenzieller Gefahren, wie in dem Bulletin der Atomwissenschafter Doomsday Clock zum Ausdruck kommt, dessen Zeiger jetzt auf 2-1/2 Minuten vor 12 stehen.

Obwohl unsere Kriege nach dem 9/11 wahrscheinlich mindestens 2 Millionen Menschen in den Ländern getötet haben, die wir angegriffen, besetzt oder destabilisiert haben, haben die US-Streitkräfte historisch niedrige Zahlen von Opfern in diesen Operationen erlitten. Es besteht eine reale Gefahr, dass das den politischen und militärischen Führern in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie zu einem gewissen Ausmaß auch der amerikanischen Öffentlichkeit einen falschen Eindruck über das Ausmaß der US-Opferzahlen und andere ernste Konseqenzen vermittelt hat, während unsere Führer unsere laufenden Kriege eskalieren, neue Drohungen gegen den Iran und Nordkorea ausstoßen und steigende Spannungen gegen den Iran und Nordkorea schüren.

Das ist der Stand des Kriegs, den die Vereinigten Staaten von Amerika führen, im Juli 2017.

antikrieg.com


_______________________________________________

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
(Margaret Mead)

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

avatar
Sirius123
Administrator
Administrator

Anzahl der Beiträge : 2655
Posting-Points : 416
Alter : 31

Re: Der Feind ist Washington

Beitrag von Sirius123 am Mi 30 Aug - 14:57

Meinungsverschiedenheiten innerhalb des antiimperialistischen Lagers


Thierry Meyssan schrieb: "Als sein Land von den Dschihadisten in 2011 angegriffen wurde, reagierte Präsident Bachar Al-Assad gegen die Strömung: statt die Befugnisse der Sicherheitsdienste zu stärken, hat er sie geschwächt. Sechs Jahre später geht sein Land aus dem wichtigsten Krieg seit dem von Vietnam als Sieger hervor. Die gleiche Art von Aggression findet jetzt in Lateinamerika statt, wo sie eine viel klassischere Reaktion hervorruft. Thierry Meyssan entwickelt hier die unterschiedliche Analyse und Strategie von den Präsidenten Assad einerseits und Maduro und Morales andererseits. Es soll diese Staatsmänner nicht in einen Wettstreit setzen, sondern sie aufrufen, sich von den politischen Katechismen zu befreien und die Erfahrungen der letzten Kriege zu berücksichtigen"

Die Destabilisierung-Operation von Venezuela geht weiter voran. Zunächst haben gewalttätige Gruppen, die gegen die Regierung demonstrierten, Passanten, wenn nicht auch Bürger, die sich ihnen angeschlossen hatten, getötet. Dann inszenierten die großen Lebensmittel-Händler einen Mangel in den Supermärkten. Einige Mitglieder der Sicherheitskräfte griffen darauf zwei Ministerien an, riefen zum Aufstand auf und gingen in den Untergrund.

Die internationale Presse lastet andauernd die Toten der Proteste dem "Regime" an, während viele Videos bezeugen, dass sie absichtlich von den Demonstranten selbst ermordet wurden. Auf Grund dieser falschen Nachrichten nennt sie Präsident Nicolas Maduro einen "Diktator", wie sie es vor sechs Jahren mit Muammar Gaddafi und Baschar Al-Assad gemacht hat.

Die Vereinigten Staaten verwendeten die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) gegen Präsident Maduro, so wie sie einst die Arabische Liga gegen Präsident Al–Assad verwendet haben. Caracas, ohne seinen Ausschluss aus der Organisation abzuwarten, hat die Methode angeprangert und verließ sie aus eigenem Willen.

Die Maduro-Regierung hat jedoch zwei Misserfolge:



  • ein großer Teil seiner Wähler hat sich während der Parlamentswahlen vom Dezember 2015 nicht zu den Urnen begeben, wodurch die Opposition die Mehrheit im Parlament gewonnen hat.
  • er hat sich von der Nahrungsmittelkrise überraschen lassen, obwohl sie schon in der Vergangenheit in Chile gegen Allende und in Venezuela gegen Chavez organisiert worden war. Es dauerte mehrere Wochen, um neue Versorgungswege einzurichten.




Aller Voraussicht nach wird der Konflikt, der in Venezuela beginnt, nicht innerhalb seiner Grenzen einhalten. Er wird den ganzen Nordwesten des südamerikanischen Kontinents und die Karibik anstecken.

Ein weiterer Schritt wurde mit militärischen Vorbereitungen gegen Venezuela, Bolivien und Ecuador unternommen, ausgehend von Mexiko, Kolumbien und Britisch-Guayana. Diese Koordination erfolgt durch das Team des ehemaligen strategischen Büros für globale Demokratie (Office of Global Democracy Strategy); eine von Präsident Bill Clinton erstellte Einheit, die dann von Vizepräsident Dick Cheney und seiner Tochter Liz weiterbetrieben wurde. Ihre Existenz wurde von Mike Pompeo, dem derzeitigen Direktor der CIA bestätigt. Was in der Presse und dann durch Präsident Trump zu der Erwähnung einer US-militärischen Option führte.

Um sein Land zu retten, hat sich das Team von Präsident Maduro geweigert, dem Beispiel von Präsident Al-Assad zu folgen. Ihm zufolge sind die Situationen völlig anders. Die Vereinigten Staaten, die führende kapitalistische Macht, würde sich an Venezuela vergreifen, um das Öl zu stehlen, gemäß einem in der Vergangenheit auf drei Kontinenten oft wiederholten Beispiel. Diese Ansicht wurde gerade in einer Rede von Evo Morales, Präsident von Bolivien, bekräftigt.

Wir dürfen nicht vergessen, dass im Jahr 2003 und 2011, Präsident Saddam Hussein, der Führer Muammar Gaddafi, und viele Berater von Präsident Assad ganz gleich argumentierten. Ihnen zufolge haben die Vereinigten Staaten hintereinander Afghanistan, den Irak, dann Tunesien, Ägypten, Libyen und Syrien nur deswegen angegriffen, um die Regime zu stürzen, die ihrem Imperialismus widerstanden und um die Öl-Reserven im Erweiterten Nahen Osten zu kontrollieren. Viele anti-imperialistische Autoren machen noch heute dieselbe Analyse, z. B. indem sie versuchen, den Krieg gegen Syrien durch die Unterbrechung des katarischen Gas-Pipeline-Projektes zu erklären.

Aber diese Argumentation hat sich als falsch erwiesen. Die Vereinigten Staaten suchten weder progressistische Regierungen (Libyen und Syrien) zu stürzen, noch Öl und Gas aus der Region zu stehlen, sondern wollen Staaten zerstören, um Bevölkerungen in die Steinzeit zurückzuwerfen, in eine Zeit, als "der Mensch noch ein Wolf für den Menschen war."

Der Sturz von Saddam Hussein und Muammar Gaddafi hat keinen Frieden wieder hergestellt. Die Kriege haben angehalten, trotz der Installierungen einer Besatzungsregierung in Irak, dann auch von Regierungen in der Region, die Kollaborateure des Imperialismus gegen die nationale Unabhängigkeit einschlossen. Die Kriege gehen weiter, und zeigen, dass Washington und London nicht Regime stürzen, oder Demokratien verteidigen wollen, sondern um Völker zu vernichten. Es ist eine grundlegende Erkenntnis, die unser Verständnis des modernen Imperialismus erschüttert.

Diese radikal neue Strategie wurde von Thomas P. M. Barnett schon seit dem 11. September 2001 gelehrt. Sie wurde öffentlich aufgedeckt und im März 2003 vorgestellt - also kurz vor dem Krieg gegen den Irak - in einem Esquire Artikel, dann auch in dem gleichnamigen Buch The Pentagon’s New Map, aber sie erscheint als so grausam, dass niemand gedacht hat, dass sie umgesetzt werden kann.

Für den Imperialismus gilt, die Welt in zwei zu teilen: auf der einen Seite eine stabile Zone, die vom System profitiert, auf der anderen, ein schreckliches Chaos, wo niemand mehr daran denkt zu widerstehen, sondern nur um zu überleben; eine Zone, aus der die multinationalen Unternehmen Rohstoffe gewinnen können, die sie brauchen, ohne niemandem Rechenschaft zu schulden.


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Quelle: Google  Laut dieser, einer Power-Point entnommenen Karte von Thomas P. M. Barnett auf einer Konferenz im Pentagon im Jahr 2003, müssen alle Staaten der rosaroten Zone zerstört werden. Dieses Projekt hat nichts mit dem Klassenkampf auf nationaler Ebene zu tun, noch mit der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Nach dem Erweiterten Nahen Osten bereiten sich nun die US-Strategen vor, das nordwestliche Lateinamerika in Schutt und Asche zu legen.

Seit dem siebzehnten Jahrhundert und dem englischen Bürgerkrieg entwickelte sich der Westen in der Angst vor dem Chaos. Thomas Hobbes lehrte uns, eher die “Raison d‘état“ auszuhalten, als zu riskieren, solche Qualen wieder zu erleben. Der Begriff des Chaos kam uns erst wieder mit Leo Strauss, nach dem zweiten Weltkrieg. Dieser Philosoph, der persönlich viele Beamten des Pentagons geschult hat, wollte eine neue Form von Macht aufbauen, indem ein Teil der Welt in die Hölle gestürzt würde.

Die Erfahrung des Dschihadismus im Erweiterten Nahen Osten hat uns gezeigt, was Chaos ist.

Selbst wenn er auf die Ereignisse von Deraa (März-April 2011) wie von ihm erwartet reagiert hatte, indem er die Armee gegen die Dschihadisten der Moschee al-Omari schickte, war Präsident Al -Assad der erste der verstand, worum es ging. Statt die von außen kommende Aggression durch die Ordnungskräfte zu unterdrücken, schränkte er die Befugnisse der Sicherheitskräfte ein, und gab dem Volk die Mittel, um das Land zu verteidigen.

Zu allererst hob er den Ausnahmezustand auf, löste die Sondergerichte auf, befreite die Internet-Kommunikationen und verbot den Streitkräften ihre Waffen zu verwenden, wenn unschuldige Menschen damit gefährdet werden könnten.

Diese gegenströmigen Entschlüsse hatten schwere Folgen. Beispielsweise bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi in Banias haben die Soldaten beschlossen, von ihren Waffen zur Selbstverteidigung nicht Gebrauch zu machen. Sie zogen vor, durch die Bomben der Angreifer verletzt zu werden und manchmal zu sterben, anstatt auf die Einwohner, die sie ohne einzugreifen beobachteten, zu schießen.

Wie viele Leute dachte auch ich zu diesem Zeitpunkt, dass er ein schwacher Präsident war, welcher zu treue Soldaten hatte, und dass Syrien zermalmt werden würde. Jedoch haben Baschar Al-Assad und die syrischen Armeen sechs Jahre später ihre Wette gewonnen. Wenn auch zunächst die Soldaten nur alleine gegen die ausländische Aggression kämpften, hat sich langsam jeder Bürger mitbeteiligt, jeder auf seinem Posten, um das Land zu verteidigen. Diejenigen, die nicht konnten oder nicht widerstehen wollten, gingen ins Exil. Sicherlich haben die Syrer viel gelitten, aber Syrien war der einzige Staat der Welt, seit dem Krieg in Vietnam, der dem Imperialismus die Stirne bot, bis dieser müde war und aufgab.

Zweitens, angesichts der Invasion vieler Dschihadisten von allen muslimischen Völkern, von Marokko bis China, hat Präsident Assad beschlossen, einen Teil des Territoriums aufzugeben, um seine Bevölkerung zu retten.

Die syrische arabische Armee zog sich in das "nützliche Syrien" zurück, d.h. in die Städte und überließ das Land und die Wüsten den Angreifern. Dagegen achtete Damaskus ununterbrochen auf die Nahrungsversorgung in allen unter ihrer Kontrolle stehenden Gebieten. Im Gegensatz zu einem im Westen gängigen Missverständnis gab es Hungersnot in den durch die Dschihadisten kontrollierten Gebieten und in einigen von ihnen belagerten Städten; die "ausländischen Rebellen" (verzeihen Sie das Oxymoron), von den Verbänden des "humanitären" Westens beliefert, benutzten die Verteilung von Lebensmittelpaketen, um die Bevölkerung, die sie aushungerten, zu unterjochen.

Das syrische Volk hat von selbst festgestellt, dass nur die Republik, und nicht die Muslim-Bruderschaft und ihre Dschihadisten, es ernährte und schützte.

Drittens hat Präsident Assad in einer Rede am 12. Dezember 2012 erklärt, wie er die politische Einheit des Landes erneuern würde. Er bemerkte die Notwendigkeit, eine neue Verfassung auszuarbeiten und für ihre Annahme eine qualifizierte Mehrheit des Volkes braucht, und dass er dann mit der demokratischen Wahl der gesamten institutionellen Beamten, einschließlich des Präsidenten natürlich, vorgehen würde.

Damals belächelten die Westler den Willen von Präsident Assad, Wahlen mitten im Krieg zu organisieren. Heute unterstützen jedoch alle an der Lösung des Konflikts beteiligten Diplomaten, einschließlich jener der Vereinten Nationen, den Assad-Plan.

Obwohl die Dschihadisten Kommandos im ganzen Land verweilten, besonders in Damaskus, und Politiker in ihren Häusern mit ihren Familien ermordeten, hat Präsident Assad nationale Gegner ermutigt, das Wort zu ergreifen. Er hat dem liberalen Hassan el-Nuri und dem marxistischen Maher el-Hajjar Sicherheit garantiert, damit auch sie das Risiko der Präsidentschaftswahlen vom Juni 2014 eingehen. Trotz der Forderung der Muslim-Bruderschaft und der westlichen Regierungen nach einem Boykott, trotz des dschihadistischen Terrors, trotz des Exils von Millionen Staatsbürgern im Ausland, reagierten 73,42 % der Wähler präsent.

Ebenso schuf er seit dem Anfang des Krieges ein Ministerium der nationalen Aussöhnung, was man noch nie in einem Land im Krieg gesehen hatte. Er vertraute es dem Präsidenten einer Alliierten Partei an, der SSNP von Ali Haidar. Dieser hat mehr als eintausend Vereinbarungen ausgehandelt und geschlossen, die die Amnestie von Bürgern, die Waffen gegen die Republik ergriffen hatten, aber dann der syrischen arabischen Armee beigetreten sind, bescheinigte.

Während dieses Krieges hat Präsident Assad niemals Gewalt gegen sein eigenes Volk verübt, egal was jene sagen, die ihn grundlos massiver Folter beschuldigen. So hat er auch noch immer keine allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Es ist für einen jungen Mann immer noch möglich, seinen Militärdienst zu verweigern. Administrative Schritte gestatten jedem männlichen Bürger dem Wehrdienst zu entgehen, wenn er nicht sein Land mit der Waffe in der Hand verteidigen will. Nur die Ausgewanderten, die nicht die Gelegenheit hatten diese Schritte einzuleiten, können sich im Widerspruch zu diesen Gesetzen befinden.

Sechs Jahre lang hat Präsident Assad nicht angehalten, einerseits an sein Volk zu appellieren, ihm Aufgaben anzuvertrauen, und andererseits zu versuchen, es zu ernähren und zu beschützen, soweit es möglich war. Er ist immer das Risiko eingegangen, vorerst zu geben und dann erst zu erhalten. Das ist der Grund, warum er heute das Vertrauen seines Volkes hat und auf aktive Unterstützung zählen kann.

Die südamerikanischen Eliten irren sich, wenn sie die Schlachten der vergangenen Jahrzehnte für eine gerechtere Verteilung des Reichtums fortsetzen. Der wichtigste Kampf ist nicht mehr zwischen der Mehrheit des Volkes und einer kleinen Klasse von Privilegierten. Die Wahl, die sich den Völkern des Erweiterten Nahen Osten gestellt hat und die nun auch die Südamerikaner ihrerseits treffen müssen, ist das Vaterland zu verteidigen oder zu sterben.

Die Tatsachen beweisen es: der zeitgenössische Imperialismus zielt nicht mehr nur auf den Raub der natürlichen Reserven ab. Er dominiert die Welt und plündert ohne Skrupel. Auch zielt er von nun an darauf ab, Völker zu vernichten und Gesellschaften von Regionen zu zerstören, deren Bodenschätze er bereits ausbeutet.

In diesem Zeitalter des Eisens, allein die Assad Strategie gestattet aufrecht und frei zu bleiben.


_______________________________________________

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
(Margaret Mead)

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

avatar
Sirius123
Administrator
Administrator

Anzahl der Beiträge : 2655
Posting-Points : 416
Alter : 31

Re: Der Feind ist Washington

Beitrag von Sirius123 am Mi 30 Aug - 15:04

Unterschiedliche Auslegungen innerhalb des antiimperialistischen Lagers - Teil 2

Das militärische Projekt der Vereinigten Staaten für die Welt


Während alle Experten sich einig sind, dass die Ereignisse in Venezuela dem gleichen Muster wie in Syrien folgen, haben manche den Artikel von Thierry Meyssan beanstandet, indem sie die Unterschiede in der Auslegung der Präsidenten Assad und Maduro betonten. Unser Autor antwortet ihnen. Es geht hier nicht um einen Spezialisten Streit, sondern um eine grundlegende Diskussion über die historische Wende seit dem 11. September 2001 und die unser aller Leben bestimmt.


Im ersten Teil dieses Artikels wies ich darauf hin, dass gegenwärtig Präsident Bachar Al-Assad die einzige Persönlichkeit ist, die sich an die neue "große amerikanische Strategie" angepasst hat; alle anderen denken weiterhin so, als ob die derzeitigen Konflikte denjenigen gleichen, die wir seit dem Ende des zweiten Weltkriegs erlebt haben. Sie halten daran fest, die Ereignisse als Versuche der Vereinigten Staaten zu interpretieren, um die natürlichen Ressourcen an sich zu reißen, indem sie Staatsstreiche organisieren.

So wie ich es jetzt entwickeln werde, denke ich, dass sie sich irren und dass ihre Fehler die Menschheit in die Hölle stürzen könnten.

Das US-strategische Denken

Seit 70 Jahren war die Obsession der amerikanischen Strategen nicht, ihr Volk zu verteidigen, sondern ihre militärische Überlegenheit über den Rest der Welt zu bewahren. In den zehn Jahren nach der Auflösung der UdSSR bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001 suchten sie nach Wegen, um jene einzuschüchtern, die ihnen Widerstand leisteten.

Harlan K. Ullman entwickelte die Idee die Bevölkerungen zu terrorisieren, indem man ihnen einen großen Schlag auf den Kopf verabreichte (Shock and awe, Schock und Schauer) [1]. Im Idealfall war es der Einsatz der Atombombe gegen die Japaner, in der Praxis, die Bombardierung Bagdads durch einen Schwarm von Marschflugkörpern.

Die Straussianer (d.h. die Anhänger des Philosophen Léo Strauss) wollten mehrere Kriege zugleich führen und gewinnen (Full-spectrum dominance Vollspektrum-Dominanz). Es waren also die unter einem gemeinsamen Kommando geführten Kriege von Afghanistan und Irak [2].

Admiral Arthur K. Cebrowski befürwortete die Reorganisation der Streitkräfte, um eine große Datenmenge gleichzeitig zu bearbeiten und zu teilen. So könnten Roboter eines Tages sofort die beste Taktik vorschlagen [3]. Wie wir sehen werden, haben die tiefgreifenden Reformen, die er initiiert hatte, schnell begonnen giftige Früchte zu produzieren.

Das neo-imperiale Denken der USA

Diese Ideen und diese Phantasien führten vorerst Präsident Bush und die Marine dazu, das größte internationale System der Entführung und Folter zu organisieren, das 80000 Opfer forderte. Dann hat Präsident Obama ein Mord-System eingerichtet, hauptsächlich durch Drohnen, aber auch durch Kommandos, das in 80 Ländern tätig ist und das über ein jährliches Budget von $ 14 Milliarden verfügt [4].

Seit dem 11. September gab der Assistent von Admiral Cebrowski, Thomas P. M. Barnett, viele Konferenzen im Pentagon und in den Militärakademien, um zu verkünden, was laut dem Pentagon die neue Karte der Welt wäre [5]. Dieses Projekt wurde durch die Strukturreformen der US-Streitkräfte ermöglicht; Reformen, die aus dieser neuen Vision der Welt stammen. Es schien so verrückt, dass ausländische Beobachter es bald als eine neue Rhetorik einstuften, um den zu unterjochenden Völkern mehr Angst einzuflößen.

Barnett behauptete, damit die Vereinigten Staaten ihre Hegemonie auf der ganzen Welt beibehalten könnten, sollten sie "die Lage gut einschätzen", das heißt, sie in zwei Teile aufspalten. Auf der einen Seite, die stabilen Staaten (G8-Mitglieder und ihre Verbündeten), andererseits der Rest der Welt, als ein einziges Reservoir an Naturschätzen. Anders als seine Vorgänger hielt er den Zugriff auf diese Ressourcen für Washington nicht mehr für so unverzichtbar, behauptete aber, sie sollten für die stabilen Staaten nur über die Dienste der amerikanischen Armeen zugänglich sein. Es sollten daher systematisch alle Staats-Strukturen in diesem Ressourcen-Reservoir zerstört werden, damit niemand eines Tages gegen den Willen von Washington, oder direkt mit den stabilen Staaten, Handel betreiben könnte.

Während seiner Rede zur Lage der Union im Januar 1980 erklärte Präsident Carter seine Doktrin: Washington betrachte die Versorgung der Wirtschaft mit dem Öl des Golfs als eine Sache der nationalen Sicherheit [6]. Anschließend rüstete sich das Pentagon mit dem CENTCOM aus, um diese Region zu kontrollieren. Aber heute importiert Washington weniger Öl vom Irak und Libyen als vor diesen Kriegen; und hat kein Interesse mehr daran!

Staatliche Strukturen zu zerstören, ist die Rückkehr zum Chaos, ein von Léo Strauss entlehntes Konzept, dem Barnett aber einen neuen Sinn gibt. Für den jüdischen Philosophen kann das jüdische Volk, nach dem Scheitern der Weimarer Republik und dem Holocaust, den Demokratien nicht mehr trauen. Das einzige Mittel für ihn, sich vor einem neuen Nationalsozialismus zu schützen, ist, für sich seine eigene globale Diktatur zu errichten - für das Wohl, natürlich -. Man müsste also manche resistente Staaten zerstören, sie in das Chaos zurückwerfen und nach neuen Gesetzen neu aufbauen [7]. Das ist, was Condoleezza Rice in den ersten Tagen des Krieges gegen den Libanon im Jahr 2006 sagte, als Israel noch siegreich erschien: "Ich sehe nicht den Nutzen der Diplomatie, wenn man zum Status Quo Ante zwischen Israel und dem Libanon zurückkommen sollte. Ich denke, es wäre ein Fehler. Was wir hier sehen, in gewisser Weise, ist der Anfang, die Geburtswehen eines neuen Nahen Ostens und was immer wir auch tun werden, müssen wir sicher sein, dass wir für einen neuen Nahen Osten arbeiten und wir nicht zu dem alten zurückkehren". Im Gegenteil, für Barnett muss man nicht allein die widerspenstigen Völker ins Chaos stürzen, sondern all jene, die noch nicht einen bestimmten Lebensstandard erreicht haben; und wenn sie zum Chaos reduziert sind, man sie dort auch halten muss.

Der Einfluss der Straussianer im Pentagon ist übrigens seit dem Tod von Andrew Marshall, der die "Wende nach Asien" [Pivot to Asia] erfunden hatte, zurückgegangen [8].

Einer der großen Brüche zwischen den Gedanken von Barnett und denen seiner Vorgänger, ist, dass der Krieg nicht gegen bestimmte Staaten aus politischen Gründen geführt werden soll, sondern gegen Teile der Welt, weil sie nicht in dem globalen Wirtschaftssystem integriert sind. Natürlich wird man mit diesem oder jenem Land beginnen, aber man fördert die Verbreitung, um alles zu zerstören, wie im Erweiterten Nahen Osten zu sehen ist. Heute geht der Krieg mit Panzern weiter, sowohl in Tunesien, in Libyen, in Ägypten (Sinai), in Palästina, im Libanon (Ain al-Hilweh und Ras Baal Beck), in Syrien, im Irak, in Saudi Arabien (Qatif), in Bahrain, Jemen, in der Türkei (Diyarbakır), als auch in Afghanistan.

Das ist der Grund, warum die neo-imperialistische Strategie von Barnett sich auf Elemente der Rhetorik von Bernard Lewis und Samuel Huntington, der "Krieg der Zivilisationen" unbedingt stützen wird [9]. Da es unmöglich ist, unsere Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal der Menschen des Reservoirs der natürlichen Ressourcen zu rechtfertigen, können wir uns immer selbst davon überzeugen, dass unsere Zivilisationen nicht kompatibel sind.

Die Umsetzung des US-Neo-Imperialismus

Es ist genau diese Politik, die seit dem 11. September umgesetzt wurde. Kein Krieg, der geführt wurde, wurde zu Ende geführt. Seit 16 Jahren sind die Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung jeden Tag schrecklicher und gefährlicher. Der Wiederaufbau ihres Staates, nach einem angekündigten Plan auf dem Modell von Deutschland und Japan nach dem zweiten Weltkrieg, fand nicht statt. Die Präsenz der NATO-Truppen hat das Leben der Afghanen nicht verbessert, sondern im Gegenteil, verschlechtert. Es ist klar, dass sie jetzt die Ursache des Problems ist. Trotz der beschwichtigenden Reden über internationale Hilfe, sind diese Truppen nur da, um das Chaos zu vertiefen und zu erhalten.

Niemals, als NATO-Truppen intervenierten, haben sich die offiziellen Gründe des Krieges als wahr erwiesen, weder gegen Afghanistan (die Zuständigkeit der Taliban an den Anschlägen vom 11. September), noch gegen den Irak (die Unterstützung von Präsident Hussein der Terroristen vom 11. September und die Vorbereitung massiver Zerstörungswaffen, um die Vereinigten Staaten zu treffen), noch in Libyen (die Bombardierung seines eigenen Volkes durch die Armee), noch in Syrien (die Diktatur von Präsident Assad und der Sekte der Alawiten). Und niemals hat der Sturz einer Regierung dem Krieg ein Ende gesetzt. Alle diese gehen ununterbrochen weiter, unabhängig davon, welche Parteien an der Macht sind.

Die "Arabischen Frühlinge", wenn sie auch aus einer Idee des MI6 stammen, nach dem Muster des "arabischen Aufstandes von 1916" und der Heldentaten von Lawrence von Arabien, wurden sie in der gleichen US-Strategie aufgenommen. Tunesien ist unüberschaubar geworden. Ägypten wurde glücklicherweise von seiner Armee in die Hand genommen und versucht nun, seinen Kopf über dem Wasser zu halten.

Libyen wurde ein Schlachtfeld, nicht seit der Resolution des Sicherheitsrats, die forderte die Bevölkerung zu schützen, sondern nach der Ermordung von Muammar Gaddafi und dem Sieg der NATO. Syrien ist ein Ausnahmefall, weil der Staat nie in die Hände der Muslim-Bruderschaft geraten ist und sie nicht das Chaos im Land sähen konnte. Aber viele Dschihadisten Gruppen der Bruderschaft haben kontrolliert- oder kontrollieren immer noch - Teile des Staats-Gebiets, wo sie Chaos gesät haben. Weder das Kalifat von Daesch, noch Idlib unter Al-Kaida, sind Staaten, wo der Islam gedeihen kann, sondern Zonen des Terrors ohne Schulen, ohne Krankenhäuser.

Es ist wahrscheinlich, dass Syrien wegen seiner Bevölkerung, seiner Armee und seiner russischen, libanesischen und iranischen Verbündeten erreicht, diesem von Washington dafür angelegten Schicksal zu entrinnen, aber der erweiterte Nahen Osten wird weiterhin lodern, bis seine Völker die Pläne ihrer Feinde verstehen. Wir sehen, dass der gleiche Zerstörungsprozess im Nordwesten von Lateinamerika beginnt. Die westlichen Medien sprechen verächtlich von den Unruhen in Venezuela, aber der Krieg, der beginnt, wird sich nicht auf dieses Land beschränken, er wird auf die Region übergreifen, obwohl die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Staaten, aus denen sie sich zusammensetzt, sehr unterschiedlich sind.

Die Grenzen des amerikanischen Neo-Imperialismus

Die US-Strategen vergleichen gerne ihre Macht mit der des römischen Reiches. Aber dieses brachte den Völkern, die es eroberte, und die es assimilierte, Sicherheit und Opulenz. Es baute Monumente und rationalisierte ihre Gesellschaften. Im Gegenteil, der amerikanische neo-Imperialismus bringt nichts, weder den Völkern der stabilen Staaten, noch denen des Reservoirs mit natürlichen Ressourcen. Es plant, die ersten zu erpressen und die soziale Bindung zu zerstören, die letztere zusammen hält. Es will vor allem letztere nicht vernichten, und benötigt ihr Leiden, damit das Chaos, in dem sie leben, verhindert, dass stabile Staaten ohne den Schutz der US-Streitkräfte bei ihnen Naturschätze einholen.

Das imperialistische Projekt war bisher der Auffassung, dass man "keine Eierspeise macht ohne Eier zu zerschlagen." Es akzeptierte kollaterale Massaker zu begehen, um seine Dominanz zu vergrößern. Nun plant es weitverbreitete Massaker, um seine Autorität dauerhaft geltend zu machen.

Der amerikanische Neo-Imperialismus setzt voraus, dass die anderen G8-Staaten und ihre Verbündeten zustimmen, dass ihre Interessen im Ausland durch die US-Streitkräfte "geschützt werden". Wenn das auch kein Problem mit der Europäischen Union ist, die bereits seit sehr langer Zeit entmannt ist, wird dies wohl mit dem Vereinigten Königreich diskutiert werden müssen, und wird mit Russland und China unmöglich sein.

Unter Hinweis auf die "besondere Beziehung" mit Washington hat London bereits verlangt, dem US-Projekt zur Weltherrschaft anzugehören. Es war der Sinn der Reise von Theresa May in die Vereinigten Staaten im Januar 2017, aber sie hat keine Antwort bekommen [10].

Darüber hinaus ist es undenkbar, dass die US-Streitkräfte die Sicherheit der "Seidenstraße" garantieren, wie sie es heute mit ihren britischen Partnern für maritime- und Luftwege machen. Ebenso ist es undenkbar, Russland in die Knie zu zwingen, das übrigens gerade wegen seinen Engagements in Syrien und auf der Krim aus dem G8 ausgeschlossen wurde.

QUELLE


_______________________________________________

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
(Margaret Mead)

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


Gesponserte Inhalte

Re: Der Feind ist Washington

Beitrag von Gesponserte Inhalte


    Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 26 Sep - 11:24