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Der Überwachungsstaat macht mobil

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Sirius123
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Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Sirius123 am Di 27 Jan - 8:41

Die Franzosen machen – aus gegebenem Anlass – den Anfang:

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Die französische Regierung will 1.000 neue Stellen bei den nationalen Geheimdiensten schaffen. Das neue Personal soll vor allem damit beauftragt werden, den Online-Bereich zu überwachen. In der Nationalversammlung soll über ein Gesetz abgestimmt werden, welches die Privatssphäre im Internet komplett aufhebt.

…..

Der Zweck des Gesetzes sei es, rechtzeitig auf Bedrohungen reagieren und eingreifen zu können. „Wir wollen beispielsweise Skype überwachen, was wir im Rahmen der aktuellen Gesetzeslage nicht können“, sagt der Abgeordnete aus dem Département Finistère. Ein Zugriff auf die Privatsphäre sei an dieser Stelle wichtig. Denn in diesem Raum würden terroristische Aktivitäten geplant.

Müsste man dann nicht auch Cafes, Restaurants und Kneipen überwachen, denn „in diesen Räumen“ könnten doch ebenfalls „terroristische Aktivitäten geplant“ werden? He, Ihr Regierenden in Frankreich, als Deutscher noch einen Tip: Wie wäre es mit Blockwarten? Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht ….

Wer glaubt, sowas würde in Deutschland nie durchkommen, lese dies hier:

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Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will zukünftig die Aktivitäten von Erwerbslosen auf Social Media Plattformen wie Facebook verstärkt ausspionieren. Das geht aus einem europaweit ausgeschriebenen Auftrag der Arbeitsagentur hervor. … Wie „Junge Welt“ berichtet, gehe es um „automatisierte Identifikation und Analyse von Diskussionen und Kommentaren im deutschsprachigen Social Web“. Mit anderen Worten: Alles, was Erwerbslose in sozialen Netzen hinterlassen (Kommentare, Fotos usw.) könnte ausgewertet und gegen sie verwendet werden.

Siehe dazu auch hier:

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Die Bundesagentur für Arbeit will ganz genau wissen, was Hartz-IV-Bezieher im Internet treiben. Sie sucht per europaweiter Ausschreibung hierfür professionelle Schnüffler. Das ist womöglich erst der Anfang, denn schon bald könnten alle kritischen Bürger ins Visier geraten. Die Bundesdatenschutzbeauftragte weiß angeblich von alldem nichts. Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland im Schnitt rund 4,4 Millionen Hartz-IV-Bezieher.

Die Überwachung der Erwerbslosen und Hartz-IV-ler im Internet dürfte hier im Lande erst der Anfang und der Testlauf für weitergehende Maßnahmen sein. Alles für eine gute Sache – dem “Kampf gegen den Terror”.

Der Chaos Computer Club (CCC) machte dagegen einen konstruktiven und radikal sinnvollen Vorschlag:

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Ganz im Gegensatz zu dem von militärischen und politischen Akteuren losgetretenen Kampf gegen Verschlüsselung und für mehr Überwachung setzt sich der Chaos Computer Club (CCC) für zukunftssichere Technologien ein und fordert daher ein Verbot unverschlüsselter Kommunikation.

Verschlüsselte Kommunikation sollte Standard werden! Das ist mal ein entschlossen guter Vorschlag in dieser Situation allgegenwärtiger Bespitzelung der Bürger von den Geheimdiensten und sonstiger Behörden. Das will der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg “Über-die-Maaßen”, aber sicher gar nicht (siehe Clip bei 12:25). Denn er pflegt mit den “Partnern auf der anderen Seite des Atlantiks” einen “guten Informationsaustausch auf europäischer Ebene“ (das Wort “intensiven” konnte er gerade nochmal herunterschlucken). Und diese “Transatlantiker” sind in Punkto “Terrorbekämpfung” (hatten wir zwar schon mal nach 9/11 – aber watt mutt datt mutt) ein “unverzichtbarer Partner”.

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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Kometin am Di 27 Jan - 21:44

Überwachung der Hartz IV-Bürger, ja das ist schon traurig,
aber Deutschland muss ja auch irgendwo sparen und sucht
da sicher schwarze Schafe, die evtl. lukrative Nebenjobs
haben.

Die würden dann ja den Unterhalt entzogen bekommen.


Aber das ist natürlich starker Tobak.... aber das ist sicherlich
nicht nur in Deutschland.

Augen und Ohren gibt es überall und wenn man bedenkt,
was den Hackern in der Welt alles möglich ist, da gibt es
ja auch eine Menge kriminelle Energie.....

das ist also das neue, technoligsche Zeitalter.....

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Sirius123
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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Sirius123 am Fr 30 Jan - 2:38

Klar so was bekommst du dann in den Jobcentern angeboten um nicht sanktioniert zu werden! Ein tolles Druckmittel um ungewollt Spion zu werden! Aber es gibt bestimmt auch diejenigen die das freiwillig machen würden! Eine Frechheit die Notlage von Menschen auf diese Art auszunutzen, denn wer will schon freiwillig mit seiner Familie auf der Straße wohnen wollen? Dazu kann ich nur einen Bericht empfehlen den ich letztes Jahr schon mal zum Thema HartzIV gepostet habe. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Seraphim Raphael1963 am Di 3 Feb - 23:08

Wer die Ärmsten der Armen auch noch ausspionieren muss der ist nur zu bemitleiden. Damit meine ich nicht diejenigen die einfach keine Lust zum Arbeiten haben und betrügen wo sie nur können.
Aber es ist eben einfacher jedem Armen ein Euro wegzunehmen als den Superreichen je zehntausend Euro. Die wissen wie man den Staat unter Druck setzt.
Allerdings sanktioniert die ARGE und die BA schon heute nach belieben, weil beide nach ökonomischen Gesichtspunkten agieren müssen.
Da brauchen die eigentlich keine professionellen Schnüffler mehr.
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Sirius123
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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Sirius123 am Mi 14 Okt - 8:00

Was Geheimdienste mit Smartphones alles anstellen


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Wie wir ermutigt werden unsere eigenen Peilsender zu kaufen.

Der ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter und NSA-Whistleblower Edward Snowden hat im Interview mit der BBC in der Sendung Panorama darauf hingewiesen, dass der britische Geheimdienst GCHQ die Macht hat, jedes Telefon ohne Wissen seines Besitzers zu hacken.

In dem Interview mit der BBC sprach Edward Snowden detailliert über die Spionage-Möglichkeiten des britischen Geheimdienstes GCHQ. Er verriet, dass die Regierungsspione sich völlig legal in jedes Telefon einhacken können, um zu hören was im Raum passiert, sich Datensätze, Nachrichten und Fotos anzusehen, exakt festzustellen, wo sich eine Person befindet (und zwar erheblich genauer, als das ein normales GPS-System kann) und sie jeden Schritt und jede Unterhaltung der entsprechenden Person überwachen können, selbst wenn das Telefon ausgeschaltet ist.

Diese Technologien sind nach den Schlümpfen benannt, jenen kleinen blauen Figuren, die kürzlich erst von Hollywood neu aufgelegt worden sind. Trotz der süß klingenden Namen sind diese Technologien aber sehr beunruhigend, denn jede einzelne ist geschaffen, sie in unterschiedlicher Art und Weise auszuspionieren:

»Dreamy Smurf« [verträumter Schlumpf]: schaltet das Telefon an und aus.
»Nosey Smurf« [neugieriger Schlumpf]: ermöglicht Spionen das Mikrofon anzuschalten und zu lauschen, selbst wenn das Telefon selbst ausgeschaltet ist.
»Paranoid Smurf« [paranoider Schlumpf]: verbirgt die Tatsache, dass es die Kontrolle über das Telefon übernommen hat. Das Tool sorgt dafür, dass die Menschen nicht herausfinden, dass sich jemand an dem Telefon zu schaffen gemacht hat, wenn es z.B. zur Reparatur gebracht wird.
Snowden sagt: »Die wollen Ihr Telefon an Ihrer Stelle besitzen.« Das hört sich sehr danach an, als wenn wir mit voller Absicht dazu ermutigt werden, unsere eigenen Peilsender zu kaufen. Das spart der Regierung eine Menge Geld, nicht wahr?

Seine Enthüllungen sollten jeden beunruhigen, dem die Menschenrechte wichtig sind, insbesondere in einer Zeit, in der die Bedrohung durch den Terror als Rechtfertigung für allerlei Verbrechen der Regierung gegen Bürgerrechte hergenommen wird. Wir haben freiwillig unsere Freiheiten im Namen der Sicherheit aufgegeben; das Ergebnis ist, dass wir beides nicht haben.

Wir scheinen vergessen zu haben, dass es ein Grundrecht der Menschen ist, als eine frei zu leben. Wir kommen nackt und ohne Beurkundung auf die Welt, wir gehören keiner Regierung, Monarchie oder Person, wir gehören nicht einmal irgendeiner Nation oder Kultur oder Religion – das sind alles gesellschaftliche Konstrukte.

Wir gehören nur dem Universum an, das uns erschaffen hat, oder wie auch immer Ihr Glaube sich darstellen mag. Es ist demnach ein natürliches Menschenrecht, nicht insgeheim von der eigenen Regierung ausspioniert zu werden; von diesen korrupten Lügner, die angeblich gewählt und folglich für die Menschen verantwortlich sind.

Die Gefahr für gesetzestreue Bürger, die sagen sie hätten nichts zu befürchten, weil sie ja keine Terroristen seien, ist real: viele friedliche Protestanten in Großbritannien wurden seit 2005 nach der Einführung des Prevention Of Terrorism Act [Gesetz zur Vermeidung von Terrorismus] verhaftet. Edward Snowdens Enthüllungen bestätigen nur, wie weit es mit dem Angriff auf die Bürgerrechte seit 9/11 und den Bombenanschlägen in London bereits gekommen ist.

Diese beiden Ereignisse haben es den Regierungen – über den Patriot Act in den USA und den Prevention Of Terrorism Act im Vereinigten Königreich – im Grunde erlaubt, einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen (EU: „Patriot Act“ schafft Totalüberwachung und Unrechtsstaatlichkeit). In Großbritannien, wie auch in den USA, scheinen Terrorismus und Aktivismus zu einer Einheit verschmolzen zu sein, derweil niemand wirklich weiß, wer überhaupt die wahren Terroristen sind. Eine traurige aber absolut realistische Tatsache des Lebens in Jahr 2015: Wenn Sie am Wochenende zu einer friedlichen Demo gegangen sind und festgenommen wurden, dann werden Sie vermutlich in diesem Moment gehackt.




Das ist ein weiterer Grund für die Schlussfolgerung, dass Smartphones Mist sind. Und so sehr wir uns auch davon überzeugen wollen wie cool sie sind, ist es doch schwer abzustreiten, dass ihre Erfindung tendenziell dazu geführt hat, dass sich die Menschen wie Zombies verhalten, [mit dem Erwerb der Telefone] Kinderarbeit unterstützen, uns einsamer als jemals zuvor, einige von uns gar zu narzisstischen Selfie-Abhängigen gemacht haben und uns davon abhalten mit jenen zu kommunizieren, auf die es wirklich ankommt – nämlich die, die sich zur selben Zeit im selben Zimmer aufhalten (Das Ende der Konversation).

Nun hat Snowden uns noch einen weiteren Grund dafür gegeben zu glauben, dass Smartphones womöglich das Dämlichste sind, auf das wir uns jemals eingelassen haben


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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Sirius123 am Fr 4 März - 18:44

Lest euch das unbedingt durch!!!!
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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Sirius123 am Mo 7 März - 18:27

Grenzüberwachung und Umweltschutz: Ab Ende des Jahres könnten EU-Drohnen über dem Mittelmeer fliegen

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Die Agenturen der Europäischen Union wollen in naher Zukunft Drohnen zur Migrationskontrolle einsetzen. Dies hat der Direktor der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA), Markku Mylly, dem Informationsdienst EurActiv in einem Interview bestätigt. Mit Kameras bestückt könnten die Drohnen ab Ende des Jahres kleine Schlauchboote „nachverfolgen“, die von Geflüchteten häufig zur Überquerung des Mittelmeers genutzt werden.

Die EU-Grenzagentur nutzt bereits Bilder aus der Satellitenaufklärung zur Überwachung des Mittelmeers. Laut Mylly seien die kleinen Boote auf den Satellitenbildern aber nicht immer zu erkennen.

Das Aufspüren von Geflüchteten sei aber nur einer von mehreren Bereichen, in denen Drohnen eingesetzt werden sollten. Möglich wäre auch, die Einhaltung von Treibhausgasstandards zu überwachen und den mittlerweile reglementierten Schwefelanteil im Schiffstreibstoff zu ermitteln. Drohnen könnten mit Sensoren ausgestattet werden, die über den ausgestoßenen Qualm den Kraftstoff eines Bootes bestimmen.

Agenturen werden neu organisiert

Die Europäische Union arbeitet derzeit an einem Umbau ihrer Agenturen. Die Mandate der Fischereiaufsichtsagentur und der Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs sollen mit FRONTEX zusammengelegt werden. Die drei Agenturen führen dann vermutlich den Namen „Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache“. Auch die Küstenwachen der Mitgliedstaaten werden Teil dieser Europäischen Grenz- und Küstenwache. Zentrales Standbein ist die Satellitenaufklärung.

Im April sollen sich die Innen- und JustizministerInnen der Mitgliedstaaten mit dem Vorschlag befassen, danach beginnt der Trilog mit dem Rat und dem Parlament. Ein entsprechender Legislativvorschlag soll schon im Juni vorliegen und angenommen werden, die neue Agentur wäre dann ab Sommer einsatzbereit.

Die dann zusammengefassten Einrichtungen sollen gemeinsame Überwachungsmaßnahmen durchführen. Bereits im Dezember hatte die Kommission bekräftigt, dass dies durch den „Betrieb ferngesteuerter Luftfahrtsysteme (Drohnen) im Mittelmeerraum“ umgesetzt werden soll. Im Gespräch ist, der neuen Agentur Einsätze auch ohne Zustimmung des betreffenden Mitgliedstaates zu erlauben.

Drohnen wären bislang nur über internationalen Gewässern erlaubt

Mylly, der Chef der noch existierenden EMSA, bezeichnet den Einsatz von Drohnen als „kosteneffektiver Ansatz zur Sicherung der Seegrenzen“. Diese würden von der neuen Agentur nicht gekauft, sondern „an einen anderen Dienstleister auslagern“. Eine öffentliche Ausschreibung sei für den Frühling geplant. Die EMSA habe Euractiv zufolge bereits „Pilotprojekte“ mit Drohnen in Malta, Portugal und den Niederlanden durchgeführt, diese seien laut Mylly „sehr ermutigend“ gewesen. In einem der Projekte seien Drohnen des portugiesischen Herstellers Tekever erprobt worden. Spanien und Portugal nutzen bereits seit vielen Jahren Drohnen zur Aufklärung ihrer Seegrenzen.

FRONTEX hat mehrmals in Finnland und Griechenland Vorführungen mit Herstellern von Drohnen organisiert. An den Veranstaltungen hat auch die deutsche Bundespolizei teilgenommen. Unter anderem hatten dort die Rüstungskonzerne Airbus (damals EADS) und Northrop Grumman Details zu ihrer Spionagedrohne „Euro Hawk“ referiert.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) erarbeitet derzeit eine Richtlinie zur kommerziellen Nutzung ziviler Drohnen. Ziel ist die Einführung eines dreistufigen Systems für privat genutzte Drohnen unter 150 Kilogramm. Im Gespräch ist die Einführung einer Kennzeichnungspflicht und die Überprüfung der Eignung der BesitzerInnen. Bis zu einer EU-weiten Regulierung dürfen die von EU-Agenturen geflogenen Drohnen nur über internationalen Gewässer fliegen.

Drei Forschungsprojekte

Drei Routen gelten als zentral, wenn Geflüchtete über das Mittelmeer in die Europäische Union einreisen wollen: Die Gegend östlich von Gibraltar, das zentrale Mittelmeer und die Ägäis. In Forschungen untersucht die Europäische Union die Eignung von Drohnen zur Überwachung der drei Regionen. Zusammen genommen kosten die Projekte rund 31 Millionen Euro, von denen die Kommission zwei Drittel übernimmt.

Eines der Vorhaben widmet sich der Abwehr unerwünschter Migration und trägt den Titel „Smart UNmanned aerial vehicle sensor Network for detection of border crossing and illegal entrY“ (SUNNY). Es soll das neue Überwachungsnetzwerk EUROSUR unterstützen. Tests mit hochauflösenden Sensoren finden in Gewässern vor Griechenland statt, getestet werden die drei Drohnen “Skeldar V-200“ des schwedischen SAAB-Konzerns, die „Penguin B UAV“ der lettischen UAV Factory Ltd und die „Atlantic“ der spanischen Everis Aerospace and Defence.

Auch im EU-Projekt „Collaborative evaLuation Of border Surveillance technologies in maritime Environment“ (CLOSEYE) wird mit Drohnen experimentiert, allerdings kommen sogenannte Drehflügler-Drohnen (Helikopterdrohnen) zum Einsatz. Die Kommission hatte für Tests im zentralen Mittelmeer die Beobachtung durch FRONTEX und andere Mitgliedstaaten angekündigt. Ziel ist die Einbindung der Flüge in eine „realistische Umgebung“ von FRONTEX-Missionen.

Weitere Testflüge erfolgen im Projekt AEROCEPTOR. Boote oder Autos könnten von einem Drehflügler mit schnell härtendem Schaumstoff besprüht werden. Möglich wäre auch das Abwerfen von Vorrichtungen, um Reifen zu durchstechen oder die Schiffsschraube zu blockieren. An den Forschungen sind das spanische und israelische Ministerium für öffentliche Sicherheit sowie zwei Rüstungsfirmen aus Israel beteiligt. Als eines der Szenarien wird der Schmuggel von Waffen und Drogen mit schnell fahrenden „Speedboats“ angenommen. Einsätze seien laut der Projektbeschreibung auch gegen alte, hölzerne Boote mit Geflüchteten denkbar.

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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Sirius123 am Di 7 März - 19:51





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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von Sirius123 am Mo 26 Jun - 19:58



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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von kaffeetrinken am Di 27 Jun - 9:51

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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von kaffeetrinken am Fr 30 Jun - 10:53

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Re: Der Überwachungsstaat macht mobil

Beitrag von kaffeetrinken am Do 6 Jul - 10:20

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