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Thema RAF

Sirius123
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Beitrag von Sirius123 am So 3 Mai - 7:59

Ein Freund von mir hat sich zum Thema RAF mal etwas intensiver informiert. Seine Mühe werde ich hier im Forum als Threat absichern! Es ist erst mal ein Anfang zu dem Thema, es wird noch reichlich Info-Material folgen!
Vielen Lieben Dank an Torben S.   ok  


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++++ TEIL 1 ++++
*** Berndt Andreas Baader ***
Geboren: 6. Mai 1943, München
Gestorben: 18. Oktober 1977, Stuttgart
Beerdigt: 27. Oktober 1977
Kinder: Suse Baader
Der spätere RAF Gründer Andreas Berndt Baader wurde am 6. Mai 1943 in München geboren, sein Vater Berndt Phillip Baader geriet 1945 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er nicht mehr heimkehrte, seine Mutter Anneliese Baader versuchte ein Leben lang, den Vater zu finden, da sie sich nicht mit dem Tod des Ehemannes abfinden wollte. Berndt Phillip Baader selbst wurde 1960 für Tod erklärt.
Seine Kindheit verbrachte Andreas Baader bei seiner Mutter sowie seinen Tanten, welche ihn, als einziges männliches Lebewesen im Haus, verhätschelten und verwöhnten. Er galt zwar schon von frühester Kindheit an als intelligent, aber auch als Querulant und aggressiver Angeber. Seine Schulausbildung brach er ab und kam immer mehr mit dem Gesetz in Konflikt, er wurde öfters wegen diverser Verkehrsdelikte und Auto/Motorraddiebstähle belangt. Anfang der 60er Jahre ging er nach Berlin, um sich erstens vor dem Wehrdienst zu drücken und um der Münchner Justiz zu entgehen. In Berlin verkehrte er meist in der sog. Halbwelt der Künstler, Revoluzzer und Kleinkriminellen, wo er auch die Mutter seines einzigen Kindes Suse, Ellinor Michel 1965 kennen lernte. Finanziert hatte er sich dieses Leben mit dem Geld seiner Freundin Ellinor Michel und kleinerer krimineller Betätigungen. Es war für Baader auch nichts ungewöhnliches, sich Geld auszuleihen und es natürlich nicht mehr zurück zu geben, aber auch nicht, sich homosexuelle Männer zu suchen und sich von ihnen das Leben finanzieren zu lassen. Im Allgemeinen galt Baader als Angeber, Frauenheld und asoziales Element. Die politischen Ereignisse sowie die studentische Linke jener Zeit waren ihm vollkommen egal, wenn er auf Demonstrationen ging, dann nur; weil er den Staat grundsätzlich ablehnte und hierbei seine Rolle als Anführer ausleben konnte. Erst durch die Bekanntschaft mit der Intellektuellen Gudrun Ensslin kam er mit den kommunistischen Klassikern wie Marx und Engels in Kontakt, auch wenn er sich nicht so gut ausdrücken konnte wie Ensslin, so kam ihm doch seine Erfahrung im Umgang mit, oder besser gesagt der Manipulation von Menschen zu Gute:
Wer war dieser Andreas Baader nun, ein politischer Wirrkopf, welcher in den Terrorismus hineingestolpert ist, ein verwöhntes Muttersöhnchen, das ohne Vater, wie allerdings viele andere seiner Generation auch, aufwachsen musste, ein Verführer, welchem es gelang, auf intelligente Frauen wie Ellinor Michel, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof Einfluss auszuüben? War er der Guerillaführer vom Schlage eines Che Guevara86 oder eines Carlos Marighella87 oder doch nur der drogensüchtige kleinkriminelle Emporkömmling der 68er Studentenrevolte, welcher mehr zufällig als absichtlich in die radikalen politischen Zirkel gelang?
Mehr folgt ----->>>
Quellen:
DIPLOMARBEIT
Titel der Diplomarbeit „Die RAF im Spiegel der Literatur und der westdeutschen Berichterstattung“
Verfasser Michael Siedler aus dem Jahr 2008
Mehrere Bücher
wikipedia Link


Zuletzt von Sirius123 am So 3 Mai - 8:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bilder ersetzt)


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Beitrag von Sirius123 am So 3 Mai - 8:01

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++++ TEIL 2 ++++
Ulrike Marie Meinhof
Geboren: 7. Oktober 1934, Oldenburg
Gestorben: 9. Mai 1976, Stuttgart
Beerdigt: 15. Mai 1976, Dreifaltigkeitskirchhof III
Kinder: Bettina Röhl, Regine Röhl
Ulrike Marie Meinhof, die Stimme der RAF wurde am 7. Oktober 1934 in Oldenburg als Tochter des Dr. Werner Meinhof und seiner Gattin Ingeborg geboren. Ulrikes Vater verlor wegen seiner sozialistischen Gesinnung im III. Reich seine Anstellung als Schuldirektor und musste nun seine Frau sowie seine zwei Kinder als Handelsvertreter ernähren. Der Vater, welcher stets auf eine christliche Erziehung seiner beiden Töchter (Ulrike und Wienke) Wert gelegt hatte, verstarb 1940 an den Folgen seiner Krebskrankheit. Da die Mutter Ingeborg Meinhof nun gezwungen war, die Familie zu ernähren, entschloss Ulrike sich, in Jena Kunstgeschichte zu studieren, dort lernte sie auch ihre baldige beste Freundin als auch ihre geistige Ideengeberin kennen. Diese Frau war Renate Riemeck, die spätere Professorin für Pädagogik an der Universität Braunschweig.
Ulrike Meinhof galt als liebenswertes, zugleich aber auch intelligentes und ernstes Kind, welches sich auch für andere einsetzte, allein hier ist schon ein gewisser Gegensatz zur Kindheit von Andreas Baader zu bemerken. 1955 machte sie Abitur am Gymnasium Philippinum in Weilburg und begann ein Studium der Pädagogik, Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Marburg, das sie später in Münster fortsetzte. Zunächst arbeitete sie aktiv in der evangelischen Reformbewegung mit. In Münster (wo sie auch den jungen Wissenschafter Lothar Wallek kennen lernte, welcher sich als Atomphysiker für eine friedliche Nutzung der Kernenergie einsetzte) wurde sie zur Sprecherin der Plattform „Kampf dem Atomtod“ gewählt, diese Protestbewegung entstand 1957 gegen die Pläne Adenauers, die Bundeswehr atomar zu bewaffnen. 1985 trat die begeisterte junge Studentin dem SDS bei, der Weg in den Untergang fing nun an, Gestalt anzunehmen. Ihre journalistischen Arbeiten wurden immer radikaler und richteten sich vornehmlich gegen Adenauer und den damaligen amtierenden Verteidigungsminister Franz Josef Strauß.
Bei einer Pressekonferenz lernte sie auch ihren späteren Ehemann Klaus Rainer Röhl, den damaligen Chefredakteur des linken Wochenblattes „konkret“, welches zu diesem Zeitpunkt noch von der DRR finanziert wurde, kennen.
Ulrike Meinhof trat ebenfalls 1957 aus Protest in die illegale KPD ein.1960 wurde sie Chefredakteurin der Zeitschrift und im Dezember 1960 heiratete Ulrike Meinhof Röhl, sie verfasste immer wieder Kolumnen zum Thema Atomenergie, Wiederbewaffnung, Notstandsgesetze und dem Vietnamkrieg, der Vergleich zwischen Franz Josef Strauß und Hitler brachte ihr eine Klage, aber auch eine gewisse Beliebtheit in der linken Schickeria ein.
Zitat von Ulrike Meinhof:
„Wie wir unsere Eltern nach Hitler fragen, so werden wir eines Tages nach Herrn Strauß gefragt werden…“
Das frisch vermählte Paar begann nun die Redaktion, wie auch das gesamte Konzept von „konkret“ komplett neu zu organisieren, dies bewirkte einen sprunghaften Anstieg der Verkaufszahlen und nun begann der eigentliche Aufstieg der Zeitung. Die Röhls, tatsächlich dürfte Ulrike zu diesem Zeitpunkt glücklich gewesen sein, da sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit betonte, wie sehr sie in ihrer Rolle als Mutter und Journalistin aufgehe, auch der gesellschaftliche Aufstieg ging nun kometenhaft schnell, die Röhls waren nun von keiner linken Party (die „bürgerliche“ Linke schmückte sich nur allzu gerne mit ihr, zumindest bis 1970) zwischen Hamburg und Sylt mehr wegzudenken. Im September 1962 brachte sie ihre beiden Zwillingstöchter (nach einem Kaiserschnitt im sechsten Monat, da sie sich einer Notoperation wegen eines Tumors im Gehirn unterziehen musste) nämlich Bettina und Regine zur Welt. Aber es kam auch immer mehr die radikale, zerstörerische Seite in ihr durch.
Durch die Trennung von Röhl und den Umzug von Hamburg in die „Frontstadt“ Berlin und die damit verbundene Intensivierung des Kontaktes zum SDS, sowie den Tod des Studenten Benno Ohnesorg radikalisierte sich nun auch die Meinhof immer mehr. Besonders der Krieg in Vietnam und dessen angeblicher „imperialistischer Charakter“ wurden von ihr mit Aufmerksamkeit beobachtet. Gleichzeitig begann sie sich aber auch immer mehr von der „bürgerlichen“ Linken abzuwenden, ebenso konnte sie auch mit der neu gegründeten DKP (Deutschen Kommunistischen Partei) sich nicht anfreunden, da sie ihr nicht radikal genug war. Auch ihre Kolumnen zeigten nun eine immer deutlicher werdende Radikalität auf. Nach der nun endgültigen Trennung von der Zeitschrift „konkret“ verfasste sie nun überwiegend Arbeiten bezüglich sozialer Randgruppen wie Heimkindern und Fürsorgezöglingen. Die Arbeiten zu ihrem Fernsehfilm „Bambule Fürsorge – Sorge für wen?“ nahmen immer konkretere Formen an, das Rohmanuskript war nun geschrieben und es musste nun ein Drehbuch daraus gemacht werden. Die Handlung des Films sollte in einem Mädchenheim spielen und die Zustände dort aufzeigen, wie etwa die Strafen und die stupiden immer gleichen eintönigen Arbeiten. Zwei der Mädchen, besser gesagt der Heiminsassen dort sperren sich aber gegen das System, beginnen anfangs zu rebellieren und flüchten schlussendlich aus dem Heim. Die Situation der Jugendlichen aus jenem sozialen Umfeld charakterisierte sie folgendermaßen.
Zitat:
„Heimerziehung, das ist der Büttel des Systems, der Rohrstock, mit dem den proletarischen Jugendlichen eingebläut wird, dass es keinen Zweck hat, sich zu wehren, keinen Zweck, etwas anderes zu wollen, als lebenslänglich am Fließband zu stehen, an untergeordneter Stelle zu arbeiten, Befehlsempfänger zu sein und zu bleiben, das Maul zu halten."
Gleichzeitig aber begann Ulrike Meinhof auch immer mehr an dem Wert ihrer journalistischen Arbeit zu zweifeln. Baader, Ensslin, Proll (Thorwald, der Bruder von Astrid Proll) wurden aus der Haft entlassen, mit der Auflage sich im sozialen Bereich zu betätigen. Den Brandstiftern lag es aber nicht daran, die jugendlichen Heimzöglinge in ein gerechteres System (was sie sich darunter auch immer vorstellten) einzugliedern, sondern sie forderten sie zur offenen Rebellion gegen die Heimleitung auf. Tatsächlich gelang es ihnen, einige zum Abhauen zu verleiten und in diversen Studenten – wie auch Privatwohnungen unterzubringen. Die Noch-Journalistin wurde so immer mehr auf Andreas Baader und Gudrun Ensslin aufmerksam und die Begegnung mit den beiden sollte den Ausschlag geben für die Entscheidung, ihre beiden Zwillingstöchter zu verlassen und in den bewaffneten Widerstand zu gehen. Letztendlich aber forderte Andreas Baader von Ulrike Meinhof eine Entscheidung.
Ulrike Marie Meinhofs Leben als anerkannte Journalistin endete somit am 14. Mai 1970, als sie sich entschloss bei der Befreiung des kleinkriminellen Abenteurers Andreas Baader mitzuwirken, ab nun war sie der Staatsfeind Nr. 1 und das intellektuelle Gehirn der Roten Armee Fraktion.
Mehr zum Thema RAF folgt in kürze, sowie der Beitrag zu Gudrun Ensslin...
Quellen:
DIPLOMARBEIT
Titel der Diplomarbeit „Die RAF im Spiegel der Literatur und der westdeutschen Berichterstattung“
Verfasser Michael Siedler aus dem Jahr 2008
Mehrere Bücher & zusätzlich nochmals
wikipedia Link


Zuletzt von Sirius123 am So 3 Mai - 8:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Link ersetzt)


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Beitrag von Sirius123 am So 3 Mai - 8:06

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++++ TEIL 3 ++++
Gudrun Ensslin
Geboren: 15. August 1940, Bartholomä
Gestorben: 18. Oktober 1977, Stuttgart
Beerdigt: 27. Oktober 1977
Ausbildung: Freie Universität Berlin
Kinder: Felix Ensslin
Geschwister: Christiane Ensslin, Johanna Ensslin, Gottfried Ensslin
Gudrun Ensslin wurde am 15. August 1940 als viertes von sieben Kindern in der Nähe von Schwäbisch Gmünd geboren. Der Vater, Helmut Ensslin war evangelischer Pfarrer und die Mutter Ilse Hausfrau, beide waren linkem Gedankengut nicht abgeneigt.
Schon von frühester Jugend an wurde sie von den protestantischen Wertvorstellungen, vermittelt in erster Linie durch ihren Vater, geprägt und beeinflusst, sie engagierte sich schon sehr früh im Evangelischen Hilfswerk und leitete auch selbst Bibelstunden. Pfarrer Ensslin galt als beliebt in der Gemeinde und verbrachte seine Freizeit mit Malen, die Mutter Ilse galt als starke Persönlichkeit mit einem Hang zur Mystik, allerdings auch als sehr bestimmend und streng. In der Familie Ensslin wurde gerne das von Pfarrer Martin Niemöller herausgegebene linke Kirchenblatt „Stimme der Gemeinde“ gelesen und diskutiert. Gudrun selbst las in dieser Zeitung bis sie Jahre alt war, ihre ehemaligen Lehrer bezeichneten sie als intelligente und aufgeschlossene Schülerin. Ende der 60er Jahre war sie als Austauschschülerin in den USA, wo sie bei einer reichen Methodistenfamilie untergebracht war und die sozialen Unterschiede der amerikanischen Bevölkerung selbst erlebte. Von ihren ehemaligen Mitschülern wurde sie als sehr sensibel und hilfsbereit, aber auch als rechthaberisch und stur beschrieben.
Der kürzlich verstorbene Autor Günther Grass, welchen sie später in Berlin kennen lernte, beschrieb ihre charakterlichen Eigenschaften folgendermaßen:
„Sie war idealistisch, mit einem eingeborenen Abscheu vor jedem Kompromiss. Sie hatte ein Verlangen für das Absolute, die perfekte Lösung.“
Nachdem sie ihr Abitur absolvierte, studierte sie in Tübingen (mit einem Stipendium der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“) Anglistik, Germanistik sowie Pädagogik, dort lernte sie auch den Sohn des bekannten NS – Dichters Will Vesper, Bernward Vesper kennen, mit dem sie eine gemeinsame Reise nach Spanien unternahm. Die Familie Ensslin war von dieser Verbindung nicht besonders angetan, der Vater setzte ihn jedes Mal „wegen des Kuppeleiparagraphen“ vor die Tür, erst durch die Verlobung der beiden gelang es, das Klima zu entschärfen. Sie heirateten später auch und Gudrun Ensslin brachte ihren gemeinsamen Sohn Felix zur Welt. Um sich finanziell über Wasser zu halten, gründeten die beiden den Verlag „Studio für neue Literatur“ und veröffentlichten diverse Bücher (Gegen den Tod, Stimmen deutscher Schriftsteller gegen die Atombombe, ausgewählte Werke von Will Vesper und Aufsätze von Bernward Vesper) und versuchten für weitere Veröffentlichungen namhafte Autoren (Bingel Horst, Brod Max, Enzensberger Hans Magnus, Hermlin Stephan usw.) zu begeistern. Zu Beginn des Jahres 1964 übersiedelte das junge Paar nach Berlin und arbeitete dort als Wahlhelfer in der SPD, als sich 1966 die große Koalition bildete, wandten sich Ensslin und Vesper enttäuscht von ihr ab. Wie sehr viele andere Studenten auch wurde Ensslin durch die rasante politische Entwicklung sowie die dagegen antretende studentische Protestbewegung stark politisiert und radikalisiert, vor allem durch den Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in Berlin bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien und seine Frau.
Die Radikalisierung der Ensslin ging soweit, dass sie die Bundesrepublik mit dem III. Reich verglich, eine Bewaffnung der linken Kräfte forderte und zur Gewalt aufrief... Zitat:
„Dieser faschistische Staat ist darauf aus, uns alle zu töten. Wir müssen Widerstand organisieren. Gewalt kann nur mit Gewalt beantwortet werden. Dies ist die Generation von Auschwitz – mit denen kann man nicht argumentieren! Die haben Waffen und wir nicht. Wir müssen uns bewaffnen!“
Die politischen Aktionen des SDS gingen ihr nicht mehr weit genug, sie wollte ihre Zeit nicht mehr nur mit Reden und Schreiben, sowie mit endlosem Durchwälzen von Theorien verbringen, sondern endlich mit Aktionen gegen den Staat vorgehen. Bei einer Demonstration lernte sie 1967 auch den Kleinkriminellen Andreas Baader kennen, zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten.
Nur kurz darauf brach sie auch mit ihren bürgerlichen Leben und verließ ihren Mann Bernward Vesper sowie ihren Sohn im Kleinkindalter. Auch von ihrem Elternhaus distanzierte sie sich immer mehr, der Weg in den Terrorismus und somit in den Untergang begann nun konkrete Gestalt anzunehmen.
Quellen:
DIPLOMARBEIT
Titel der Diplomarbeit „Die RAF im Spiegel der Literatur und der westdeutschen Berichterstattung“
Verfasser Michael Siedler aus dem Jahr 2008
Mehrere Bücher & zusätzlich nochmals
wikipedia Link


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Beitrag von Sirius123 am So 3 Mai - 8:54

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