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nix gelernt aus den supergaus, bröckelmeiler sollen wieder ans netz

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Beitrag von kaffeetrinken am Do 3 Dez - 16:43

Bei einer Revision im August 2012 wurden in zwei Reaktordruckbehältern (RDB) der belgischen AKW Doel und Tihange tausende Risse entdeckt. Noch bevor alle erforderlichen Prüfungen durchgeführt waren, wurden im Juni 2013 die über 30 Jahre alten Reaktoren wieder angefahren!

Als die fehlenden Prüfergebnisse vorlagen, waren diese dermaßen schlecht, dass die Reaktoren im März 2014 außerplanmäßig herunter gefahren wurden. Nun will der Betreiber (Electrabel) die beiden Blöcke wieder anschalten, obwohl alle bisher bekannt gewordenen Untersuchungsergebnisse höchst beunruhigend sind:

Die neuesten Ultraschalluntersuchungen zeigen 60% mehr Defekte. Die Risslängen sind mittlerweile von 2,5 cm auf unglaubliche 18 cm gestiegen.

Untersuchungen im Kernforschungszentrum Mol führten zu einem „unerwarteten Resultat“ (O-Ton Electrabel): Ein mit Rissen vorbelasteter Stahl versprödet bei radioaktiver Bestrahlung um ein Vielfaches schneller als ein Material ohne Defekte. Es wurden bei den Versuchen die vom Betreiber einkalkulierten Sicherheitsmargen gravierend überschritten.

(weitere Informationen: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] )

Wir appellieren an Sie in der FANC sich FÜR die Sicherheit von Millionen Menschen zu entscheiden. Denn: Für uns als betroffene Bürger und Bürgerinnen im Umkreis dieser Reaktoren gilt:

Solange

die Ursache der Risse in den beiden RDB nicht zweifelsfrei geklärt ist und eine Veränderung der Rissgrößen im laufenden Betrieb nicht definitiv ausgeschlossen werden kann,

die Bestrahlungsversuche befürchten lassen, dass die Versprödung des rissigen Stahls der RDB nach über 30 Betriebsjahren die zulässigen Grenzwerte bereits überschritten hat,

kein Nachweis existiert, dass „Reaktoren mit Rissen“ ein gleiches Sicherheitsniveau wie „Reaktoren ohne Risse“ besitzen,

dürfen TIHANGE 2 und DOEL 3 – NICHT WIEDER ans Netz.

Wir wissen, dass die Folgen eines Super-GAU bei den beschädigten Reaktoren nicht an der belgischen Landesgrenze halt machen werden, sondern auch die BürgerInnen im benachbarten Ausland treffen werden.

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Beitrag von Sirius123 am Do 3 Dez - 16:54

Das zeigt doch schon deutlich, dass Profit vor Menschenleben gilt.
Wollen uns was von Sicherheit erzählen, wenn die Überwachung ausgebaut wird aber lassen es zu, dass marode Atomkraftwerke wieder in Betrieb genommen werden.
Wieso peilt das die Mehrheit der Deutschen immer noch nicht, dass die EU sich längst als böse Diktatur erwiesen hat und Menschenrechte sogar mit Füßen tritt!
europa


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(Margaret Mead)

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Beitrag von kaffeetrinken am Sa 6 Feb - 7:40

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

trotz tausender Haarrisse in den Reaktordruckbehältern sind zwei belgische Reaktoren Ende 2015 wieder in Betrieb genommen worden. Im Jahr 2012 wurden sie wegen der entdeckten Materialfehler abgeschaltet. Doel ist etwa 175 km von Düsseldorf, Tihange knapp 65 km von Aachen entfernt.

Die Haarrisse bergen noch eine weitere Gefahr: Das Wasser, das für eine Notkühlung bereit steht, muss auf mindestens 40 Grad vorgeheizt werden. Wenn bei Wasserverlust, etwa durch ein Leck, kaltes Kühlwasser eingepumpt würde, könnte durch den thermischen Schock der rissige Behälter bersten. Ab 50 Grad wäre jedoch laut Angaben der "tagesschau" das Wasser bereits zu warm und könnte die Kühlung nicht mehr gewährleisten. Eine sichere Kühlung im Notfall ist also mehr als fraglich.

WissenschaftlerInnen warnen angesichts der gravierenden Sicherheitsdefizite vor Störfällen. Auch Umweltministerin Hendricks setzt sich beim Nachbarland für eine Stilllegung der Reaktoren ein. Doch bislang ohne Erfolg: Energiepolitik ist Ländersache, und die belgische Atomaufsicht hat für die Schrott-Meiler grünes Licht gegeben. Derweil rüstet sich die Stadt Aachen für den Ernstfall: Oberbürgermeister Philipp fordert, vorsorglich Jod-Tabletten verteilen zu lassen, um für die Katastrophe gewappnet zu sein.

Wir fordern eine sofortige Stilllegung der gefährlichen belgischen Meiler! Die Risiken sind extrem hoch, es wären nicht nur die Menschen im dicht bevölkerten Nordrhein-Westfalen in höchster Gefahr, sondern in ganz Deutschland und Europa.

Umweltinstitut München e.V.
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Beitrag von kaffeetrinken am So 7 Feb - 14:57

650 fach über grenzwert...halb so schlimm, der fluss verdünnt das ganze...

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Beitrag von kaffeetrinken am Di 13 Jun - 14:10

insgesamt 370 neue Risse wurden bei Überprüfungen in Doel und Tihange entdeckt. Diese Nachrichten aus Belgien machen noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass die Menschenkette am 25. Juni ein großes und deutliches Zeichen gegen den Weiterbetrieb dieser maroden Reaktoren wird.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht aus Belgien: Es hat lange gedauert, doch jetzt haben alle an der Strecke liegenden Gemeinden die Menschenkette genehmigt. In den Niederlanden gibt es noch Probleme, da die Behörden 66.000 Euro für die Verkehrsregelung verlangen, was aus unserer Sicht bei einer politischen Versammlung nicht angemessen ist. Allerdings zeichnet sich ab, dass die Provinz Limburg und etliche Gemeinden größere Beträge beisteuern, so dass die finanzielle Belastung deutlich kleiner ausfallen könnte.

Wir sammeln weiter Spenden, um auf der sicheren Seite zu stehen – und weil längst noch nicht alle sonstigen Kosten der Kette gedeckt sind:
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und ne demo gibts auch wieder...

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