FREIDENKER

FREIDENKER

  • Neues Thema eröffnen
  • Eine Antwort erstellen

ÖL GAU im Golf von Mexiko

Austausch
avatar
tomjohn
Praemonstrator

Anzahl der Beiträge : 2523
Posting-Points : 187
Alter : 50

ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von tomjohn am Sa 22 Mai - 2:05

Es kommt ein sehr strenger Winter 2010-2011 , in Europa.

Warum?


Erwärmt man einen Stoff, führt diese Energiezufuhr zu einer ungeordneten Molekülbewegung.

Beim Wasser würde dies bedeuten, je wärmer das Wasser,
desto größer die Bewegung der Wassermoleküle.

Da aber die Wassermoleküle über Brückenbindungen miteinander
verbunden sind,
muss so viel Wärme aufgenommen werden,
dass sich die Wasserstoffbrücken öffnen können.

Die benötigte Energie zur Spaltung der Wasserstoffbrücken ist aber
keinesfalls verbraucht,
sondern steckt im "freien" Wassermolekül und ist dort gespeichert.

Und zwar in Form ihrer Bewegungsenergie.
Sinkt die Temperatur des Wassers nun wieder ab,
wird auch die Bewegung der Wassermoleküle geringer.

Bilden sich dann wieder Wasserstoffbrücken aus,
wird die zuvor aufgenommene Energie zur Spaltung der Wasserstoffbrücken
in Form von Wärme wieder frei.

Die spezifische Wärmekapazität von Wasser beträgt 4,187 Kilojoule
pro Gramm und Grad Celsius.
Man benötigt also eine Wärmemenge von 4,187 KJ, um die Temperatur von einem Gramm Wasser um 1°C zu erhöhen.
Im Vergleich zu den meisten anderen Stoffen besitzt Wasser eine ungewöhnlich hohe Wärmekapazität, also die Fähigkeit,
Wärmeenergie zu speichern.

Isoliert betrachtet, ist die Energiemenge, die benötigt wird, um eine Wasserstoffbrückenbindung zu spalten bzw. zu bilden,
verschwindend klein. Betrachtet man aber die riesigen Wassermassen der Ozeane, so steckt im Wasser eine enorme Energiemenge.

Die Wärmeaufnahme bzw. -abgabe ist von Stoff zu Stoff sehr unterschiedlich und wird mit der "spezifischen Wärmekapazität" beschrieben.

Worin besteht nun die Relevanz der hohen spez. Wärmekapazität des Wassers für das Leben auf der Erde?

Die großen Wassermassen der Ozeane werden von der Sonne tagsüber bzw. während des Sommers aufgeheizt.
Dabei speichern Sie riesige Wärmemengen, wobei Sie sich aufgrund ihrer immensen Masse nur um wenige Grad erwärmen.
Bei Nacht bzw. im Winter kühlt das Wasser ab, gibt seine gespeicherte Energie wieder ab und erwärmt damit die Luft.

Dies ist der Grund, warum wir in Europa ein gemäßigtes Klima haben.

Der Golfstrom bewegt unglaublich große warme Wassermassen von
Mittelamerika nach Europa und transportiert so einen Teil
der Wärme dieser Region an die Westküste von Europa.


http://www.uni-duesseldorf.de/MathNat/Biologie/Didaktik/Wasserhaushalt/dateien/3_transp/3_wasser/dateien/3_waerm.html


Wärmekapazitäten [KJ/Kg *K] Wasser 4,3
Wärmekapazitäten [KJ/Kg *K] ERDÖL 2,13
Wärmekapazitäten [KJ/Kg *K] Wasser-Erdöl ....
( Mir ist klar das sich
Wasser und Öl kaum mischen lassen,
aber wenn Öl in diesen Mengen
austritt sinkt die durchschnittliche Wärmekapazität
des Wassers sicher ... ausserdem sollten wir
diese komische Chemikalie nicht vergessen
die sie tonnenweise ins Meer geleitet haben
um das Öl AUFZULÖSEN. )


ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Nimmt das Wasser jetzt (nach den ÖL- GAU) weniger Wärme auf , wird auch in Europa weniger freigesetzt.
Folglich können wir uns zum verseuchten (totem) Meer zusätzlich auf einen extrem strengen Winter einstellen.

oooooooooooooooooooooooo

In den Prophezeiungen steht etwas von einem schrecklichen Winter ... dann kömmt das große Bänkeabräumen(sterben) .....

Weiters steht ... das Wasser zu Blut werden wird
(oder zumindest so aussehen wird)

oooooooooooooooooooooooo

anbei : Bilder-Links des Blutroten Öl-Gau-Wassers:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-55038-4.html
(ihr müsst die Fotoreihe durchklicken ....
kann nur das erste richtig verlinken...)


schock hilfe


Zuletzt von tomjohn am Sa 22 Mai - 2:37 bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
avatar
tomjohn
Praemonstrator

Anzahl der Beiträge : 2523
Posting-Points : 187
Alter : 50

Hurrikan-Verhinderungs-Experiment

Beitrag von tomjohn am Sa 22 Mai - 2:19

Es könnte sich auch um ein vorsätzlich eingeleitetes Ereignis ("Unfall")
handeln , um die Hurrikan Saison abzuschwächen ??? ((ist nur ein Verdacht !!))

Aber zu welchem Preis?!

Wie oben schon beschrieben nimmt ein Wasser-Öl Gemisch
weniger Wärme auf.

Wenn das passiert dann sinkt die Hurrikan Wahrscheinlichkeit um einiges.

oooooooooooooooooooooooooooooooooo

Die Entstehung eines Hurrikans

Ein tropischer Wirbelsturm entwickelt sich meistens im Atlantik, im Norden des Pazifik oder im Südpazifik. Zum Hurrikan wird er erst, wenn er eine Windstärke von mehr als 118km/h hat oder die Windstärke 12 erreicht. Dann wird der Wirbelsturm als Hurrikan bezeichnet. Hurrikans können wochenlang bestehen bleiben und viele Teile von Quadratkilometer auf einmal zerstören. Wirbelstürme entstehen in der Zeit von Juni bis Ende November, dann ist die offizielle Zeit der Hurrikan-Saison.

Die Entstehung des Hurrikans kann nur über dem Meer erfolgen.

Wenn sich das Wasser auf der Oberfläche und in der Tiefe bis zu 50 Meter über 26.5°C erwärmt hat, verdunstet das Wasser in grössere Mengen,
die als Wasserdampf aufsteigen,
dadurch entsteht ein Unterdruck und Gewitterwolken bilden sich.


Daraus entsteht ein Rüssel, in diesem steigen die Luftmassen auf, die wiederum in Rotation versetzt werden.......

http://www.wetter-klimawandel.de/entstehung-hurrikan.php

schock hilfe

Admin1
 

Anzahl der Beiträge : 6389
Posting-Points : 296
Alter : 31

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Admin1 am Sa 22 Mai - 21:50

Vermutlich wirst Du Recht behalten.
Was mich besonders daran ärgert ist die Sache, dass es eine "schleichende" Gefahr ist.
Und wie wir aus Erfahrung wissen, beachtet die Bevölkerung solche Ereignisse nicht so wie es angebracht wäre.

Was noch vielmehr zum erbrechen ist, die Medien kriechen der Ölindustrie so tief in den Arsch, dass nur noch Scheiße aus den Nachrichten darüber kommt!!!
avatar
tomjohn
Praemonstrator

Anzahl der Beiträge : 2523
Posting-Points : 187
Alter : 50

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von tomjohn am Sa 22 Mai - 22:56

Anoubis X schrieb:......... die Medien kriechen der Ölindustrie so tief in den Arsch, dass nur noch Scheiße aus den Nachrichten darüber kommt!!!

Ja , das kann man deutlich sehen.
Ist dir schon aufgefallen das es keine übereinstimmenden Infos
über das Loch oder Leck gibt !
avatar
Gast
Gast

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Gast am Sa 22 Mai - 23:24

Ja , weil das eine Art Supergau ist. Und die Öl-Heinis jetzt dicke Backen machen. Weil sie immer noch nicht wissen wie sie das Loch zu bekommen. Und weil sie lügen was die Menge des Rohöls angeht, was Austritt. Es werden nämlich weit mehr als 1.000.000 Liter/Tag austreten! Sie geben ja schon 800 000 Liter zu. Erst waren es ja nur 200 000 Liter.
avatar
Erendril
Medien-Killer
Medien-Killer

Anzahl der Beiträge : 776
Posting-Points : 1
Alter : 72
Ort : Wir sind überall

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Erendril am So 23 Mai - 9:56

Medien=Goyem
avatar
tomjohn
Praemonstrator

Anzahl der Beiträge : 2523
Posting-Points : 187
Alter : 50

The road to hell

Beitrag von tomjohn am So 30 Mai - 3:36

Wir sind momentan Zeugen der größten Katastrophe,
der jetztigen bekannten Menschheitsgeschichte.
Die Folgen werden in den nächsten Monaten verheerend sein
und alles bisher bekannte , bei weitem übersteigen.
avatar
Dragon33
Hypodidascalus
Hypodidascalus

Anzahl der Beiträge : 1211
Posting-Points : 3
Alter : 42
Ort : Irgendwo

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Dragon33 am So 30 Mai - 10:04

Meines wissens hatte dieses Bohrloch auch kein Absperrventil direkt am Boden was eigentlich Standard sein müsste.
Wo ich wiederrum sage das es eventuell Inzeniert war ,was aber nur eine Theorie ist.
avatar
Venus
Stamm-User

Anzahl der Beiträge : 221
Posting-Points : 0
Alter : 48
Ort : Gütersloh

Re:ÖL GAU im Golf von Mexico

Beitrag von Venus am So 30 Mai - 12:22

Mir tun die armen Tiere leid die veränden und die Natur.Die Verantwortlichen laufen frei rum,traurig sorry aber könnte EXPLODIEREN,dazu fällt mir nichts mehr ein.Tomjohn was Du meintest mit Wasser,sehe das auch rötlich oder bin ich farbenblind,auf Deinem Foto ist es deutlich zu sehen,glaube aber net das man das absichtlich gemacht hat,obwohl ich würde den Amis alles zutrauen,wer weiß?Lg
avatar
Brainfire©
FREIDENKER 1°
FREIDENKER 1°

Anzahl der Beiträge : 3308
Posting-Points : 2
Alter : 40
Ort : Hyperborea

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Brainfire© am So 30 Mai - 13:17

Angenommen diese Theorie von inszinierung währe Fakt:
Wo ist der Haken bzw.:der Zweck der Sache ? Um die Preise in die Höhe zu treiben? Oder doch um etwas in gang zu bringen o.ä.?

Ja und die Natur geht nebenher mal kurz zum sterben ... *Kotz*

Admin1
 

Anzahl der Beiträge : 6389
Posting-Points : 296
Alter : 31

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Admin1 am So 30 Mai - 15:21

OPERATION "TOP KILL" IST GESCHEITERT!!!
ironie
Wer hätte es gedacht?
Vor AUGUST ist nix zu machen.
avatar
Erendril
Medien-Killer
Medien-Killer

Anzahl der Beiträge : 776
Posting-Points : 1
Alter : 72
Ort : Wir sind überall

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Erendril am So 30 Mai - 19:58

Mein Kommentar dazu:
Wir leben in einer hochtechnologiesierten Welt,wir tragen Speicher mit uns herum da hätte man mit den Computern vor Jahren ganze Räume mit füllen können,wir fliegen ins Weltall,und und und.........
Und:
Wir sind nicht mal in der lage ein popeliges Leck am Erdboden zu schließen?
Hallo?
Ja nee ist klar !
avatar
tomjohn
Praemonstrator

Anzahl der Beiträge : 2523
Posting-Points : 187
Alter : 50

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von tomjohn am Mo 31 Mai - 0:23

1,6 km Wassertiefe sind "höllisch" viel.
Da herrscht ein extremer Druck.
Das es da Schwierigkeiten gibt , irgend etwas zu machen ist klar.

Der wirkliche Wahnsinn ist ; In solchen Tiefen zu bohren und zu WISSEN ,
wenn etwas schief geht kann nichts mehr gerettet werden.

Die Menschheit ist total verrückt und gestört
seit sie den G0TT des Geldes anbetet.

Und so wird sie niemals die Existenzjahre (gesamte Existenzzeit der Saurier)
der Dinosaurier erreichen.

Denn wenn sie so weiter macht,
und das wird sie,
gibt es die Menschheit in 500 Jahren nicht mehr.
avatar
Erendril
Medien-Killer
Medien-Killer

Anzahl der Beiträge : 776
Posting-Points : 1
Alter : 72
Ort : Wir sind überall

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Erendril am Mo 31 Mai - 0:26

Ja das da unten widrige Bedingungen herrschen ist mir klar,jedoch wenn die da unten bohren sollte man davon ausgehen das die das was sie tun unter Kontrolle haben.
Wie sehr sieht man ja,oder auch net wirklich weil die Medien sagen auch nur was sie wollen/sollen
avatar
tomjohn
Praemonstrator

Anzahl der Beiträge : 2523
Posting-Points : 187
Alter : 50

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von tomjohn am Mo 31 Mai - 0:30

@Venus schrieb:.....was Du meintest mit Wasser,sehe das auch rötlich oder bin ich farbenblind,auf Deinem Foto ist es deutlich zu sehen......

Es ist rot und sicher nicht farblich manipuliert.
"Und Wasser wird zu Blut werden."(Prophezeiung)
Dieses sieht aus wie Blut.
Es hat die Farbe und ist mit dem Blut der Erde vermischt.
(Manche bezeichnen Erdöl als das Blut der Erde.)
Also in zweifachem Sinn , Blut.
avatar
Brainfire©
FREIDENKER 1°
FREIDENKER 1°

Anzahl der Beiträge : 3308
Posting-Points : 2
Alter : 40
Ort : Hyperborea

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Brainfire© am Di 1 Jun - 11:52

Ölpest im Golf von Mexiko: eine »Halliburton«-Connection
F. William Engdahl
Am 20. April starben bei einer Explosion der von der Ölgesellschaft BP betriebenen Bohrinsel »Deepwater Horizon« vor der Küste von Louisiana im Golf von Mexiko elf Menschen, wenig später sank überraschend die gesamte Bohrinsel. Durch das Unglück wurde die bislang größte Ölpest der Geschichte ausgelöst – wahrscheinlich um Größenordnungen schlimmer, als bei der Havarie der »Exxon Valdez« 1989 – und noch ist sie nicht unter Kontrolle. BP beteuert, die Sicherheitsvorkehrungen seien ausreichend gewesen, der Fehler müsse an anderer Stelle liegen. Eine genauere Untersuchung fördert hingegen einige sehr bezeichnende Dinge im Zusammenhang mit der Ölpest zutage.


Bemerkenswert ist zunächst einmal die Doppelzüngigkeit von BP, eine der Großen Vier angloamerikanischen Ölgesellschaften, die zusammen mit Goldman Sachs und den Wall-Street-Banken de facto den gesamten weltweiten Ölmarkt beherrschen. Der Chef von BP-Amerika, Lamar McKay, verteidigte zunächst öffentlich im US-Fernsehen die Sicherheitsvorkehrungen seines Unternehmens und erklärte, der »Ausfall eines einzelnen Bauteils« habe zu der massiven Ölpest an der Golfküste geführt. Laut einem Sprecher habe es sich von dem von McKay erwähnten defekten Bauteil, welches das Desaster verursacht habe, um einen Bohrlochschieber, einen sogenannten Blow-Out-Preventer, gehandelt.

Während also der BP-Chef erklärt, verantwortlich sei ein defekter Blow-Out-Preventer, ein Bauteil bei einer Ölplattform, das im Falle einer Explosion oder eines anderen Unfalls das Austreten des Öls verhindern soll, sprach Salvin, der offizielle Unternehmenssprecher von BP, davon, die Ursache der Explosion sei ungeklärt und betonte: »Wir schließen nichts aus.«

Könnte es sein, dass es bei der schlimmsten Ölpest der Geschichte einen politisch brisanten Hintergrund gibt?



BP wie auch die Obama-Regierungen gerieten schwer unter Druck aufgrund der Ölpest im Golf von Mexico. Die ökologischen Folgen für die US-Küstenregionen sind nicht abschätzbar.


Es stellt sich nämlich heraus, dass die BP – vormals British Petroleum, ein Unternehmen mit engen Verbindungen zum ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair, das diesen 2003 darin bestärkt hatte, George W. Bushs Irakkrieg zu unterstützen – seit Jahren mit den amerikanischen Aufsichtsbehörden im Streit liegt, und zwar genau hinsichtlich der Frage, wie viele Sicherheitsstufen erforderlich sind, um einen Unfall bei einer Tiefseebohrung wie in diesem Fall zu verhindern.

In einem Brief an das US-Innenministerium, das für die Aufsicht über Ölbohrungen vor der amerikanischen Küste verantwortlich ist, erhob BP 2009 Einwände gegen neue Bestimmungen, die die Regierung zur Verbesserung der Sicherheitsstandards auf Ölplattformen vorgeschlagen hatte. BP schrieb damals an die US-Regierung: »Wir sind der Ansicht, dass die derzeitige Sicherheits- und Umweltstatistik der Ölindustrie beweist, dass die freiwilligen Programme … auch weiterhin erfolgreich sind.« Was wohl so viel heißen sollte wie: »Vertrauen Sie uns …«




BPs dubiose Geschichte seit dem Ersten Weltkrieg


Wie ich in meinem Buch Mit der Ölwaffe zur Weltmacht darlege, durchziehen Intrigen, Bestechung und kriminelle Machenschaften die gesamte Geschichte von BP.

Als die britische Elite im Jahre 1914 die Entwicklung in Gang setzte, die direkt zum Ersten Weltkrieg führte, hatte das Unternehmen die Hand im Spiel. Das Deutsche Reich und die deutsche Industrie zusammen mit der Deutschen Bank standen kurz vor der Vollendung des ambitioniertesten Eisenbahn-Infrastrukturprojekts der damaligen Welt – einer Eisenbahn-Verbindung von Berlin nach Bagdad.

Die britische Royal Navy, deren Marineminister ein junger Politiker namens Winston Churchill war, betrachtete diese Bagdad-Bahn, die 2003 von amerikanischen und britischen Bomben endgültig zerstört worden ist, als tödliche Bedrohung für Großbritanniens neue Ölquellen in Persien (Iran) und Kuwait. BP war ursprünglich unter dem Namen Anglo-Persian Oil Company als staatliches britisches Unternehmen gegründet worden. Churchill hatte die Marine soeben vom Kohlebetrieb auf die effizientere und leichtere Ölbefeuerung umgestellt, London betrachtete die Bagdad-Bahn als Bedrohung für die »nationale Sicherheit« des Empires.

In den 1950er-Jahren überredete die BP den US-Geheimdienst CIA, sich an einem Putsch zum Sturz des demokratisch gewählten iranischen Premierministers Mohammed Mossadegh, der BP im Iran verstaatlicht hatte, zu beteiligen. BP ist auch die wichtigste Ölgesellschaft bei dem Ölprojekt Kaspisches Meer–Baku. Dieses Projekt ist wesentlicher Bestandteil der amerikanisch-britischen Strategie, die Vorherrschaft russischer Pipelines in den ehemals zur Sowjetunion gehörenden zentralasiatischen Republiken durch den Bau der neuen westlichen Pipeline Baku–Tiflis–Ceyhan zu brechen. Um zu gewährleisten, dass diese Pipeline ausschließlich über Territorien von anti-russischen Staaten verläuft, inszenierte der US-Geheimdienst 2003 in Tiflis einen Regimewechsel, die sogenannte Rosen-Revolution. Dadurch wurde Washingtons Marionette Michail Saakaschwili an die Macht gebracht, der zuvor versprochen hatte, Georgien in die NATO zu führen – eine echte Provokation für Moskau und die Sicherheit Russlands. Georgien bedeutete für Washington und London die einzige Option, die nicht unter potenziellem Einfluss Russlands stand, sofern ein neues amerikafreundliches Regime errichtet werden konnte.

2008 stiegen Öl-Futures auf den Rekordpreis von 147 Dollar pro Barrel, bevor sie im Gefolge der Nachrichten über einen weltweiten Finanz-Tsunami nach dem Bankrott der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 wieder abstürzten. Nach Aussagen gut informierter Händler am Ölmarkt war BP zusammen mit Goldman Sachs hinter den Kulissen maßgeblich an der Manipulation des Ölpreises auf 147 Dollar beteiligt, um den britischen und den Wall-Street-Banken sowie auch BP einen massiven finanziellen Gewinn zu verschaffen, während sich der Finanzkrach weiter verschärfte.




Spielt Halliburton eine Rolle?


Der wahre Grund dafür, dass eine ganze Ölbohrinsel gesunken ist – immerhin ein riesiges, hochentwickeltes Ingenieurs-Bauwerk von der Größe eines Häuserblocks in einer Großstadt – ist noch nicht ermittelt, doch inzwischen ist ein höchst beunruhigendes Element bekannt geworden, nämlich, welche Rolle die Halliburton Corp., eines der korruptesten Unternehmen auf der ganzen Welt, bei der ganzen Sache spielt. Die Firma Halliburton, die noch bis vor Kurzem ihren Hauptsitz in George Bushs Heimatstaat Texas hatte, ist der größte Öl-Dienstleister der Welt und eines der größten Bauunternehmen weltweit. Ermittler der US-Regierung werfen Halliburton vor, Milliarden Dollars, welche die Firma ab 2003 für den Wiederaufbau des Irak erhalten hatte, »verloren« zu haben.


Ermittler, die die mögliche Ursache der massiven Ölpest im Golf von Mexiko untersuchten, konzentrieren sich auf die Rolle der Firma Halliburton, die dafür verantwortlich war, die Rohre unter Wasser einzubetonieren. Die Firma hat bestätigt, das Zementieren des Bohrlochs und der Rohre sei 20 Stunden vor der Explosion am 20. April abgeschlossen worden.

Am vergangenen Freitag haben die Abgeordneten Henry A. Waxman, Vorsitzender des Ausschusses für Energie und Handel im US-Repräsentantenhaus, und Bart Stupak, Vorsitzender des Unterausschusses für Aufsicht und Untersuchungen, in einem an David J. Lesar, den Vorstandsvorsitzenden von Halliburton, gerichteten Brief verlangt, Vertreter von Halliburton sollten bis zum 7. Mai sämtliche Dokumente bezüglich »der Möglichkeit oder des Risikos einer Explosion oder eines Ausbruchs auf der Bohrinsel Deepwater Horizon sowie den Status, die Adäquatheit, Überwachung und Inspektion der Zementierungsarbeiten« offenlegen.

Halliburton nennt es »verfrüht und unverantwortlich, über spezifische Ursachen zu spekulieren«. Vier Angestellte des Unternehmen waren zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Bohrinsel stationiert.

»Halliburton hatte die Zementierungsarbeiten an der letzten Bohrlochauskleidung plangemäß beendet«, hieß es in einer äußerst vage formulierten Antwort. »Gemäß der anerkannten Praxis der Branche … wurden Test durchgeführt, die Unversehrtheit der Bohrlochauskleidung bestätigten.«

Seit der Explosion sind mehr als zwei Dutzend Sammelklagen gegen BP, gegen den Eigentümer der Bohrinsel Transocean Ltd. und gegen Halliburton eingereicht worden. BP »übernimmt die volle Verantwortung« für die Ölpest, man werde die Betroffenen angemessen entschädigen, teilte das Unternehmen mit.

Als es im August 2009 in der Timor-See vor Australien zu einem großen sogenannten Blowout kam, wurde Halliburton mangelnde Sorgfalt bei den Betonierungsarbeiten vorgeworfen. Eine entsprechende Untersuchung vor Ort ist noch im Gang.

Nach Ansicht von Experten verweist die zeitliche Nähe der Zementierungsarbeiten durch Halliburton zu der Explosion – nur ca. 20 Stunden danach – und die früheren Zementierungs-Probleme bei anderen Blowouts »auf die Firma als möglichen Schuldigen«. Der ehemalige Ölingenieur Robert MacKenzie erklärt: »Es ist wahrscheinlich, dass das Ausströmen des Gases an die Oberfläche etwas mit dem Zement zu tun hatte.« Genau dieses Gas hat wohl zu der gewaltigen Explosion geführt, die die Plattform zum Sinken brachte.




Auch die Regierung Obama verhält sich merkwürdig

Immer häufiger wird kritisiert, die Regierung Obama hätte gemeinsam mit BP mehr zur Eindämmung der Katastrophe unternehmen müssen. Um der offenen Kritik zu begegnen, sie habe zu spät adäquat reagiert, schickte die Obama-Regierung am Sonntag zwei Kabinettsmitglieder in die Sonntag-Talkshows im Fernsehen. Heimatschutzministerin Janet Napolitano sagte in Fox News Sunday, die Regierung habe »alle Mann an Deck« beordert, um die Ölpest zu bekämpfen. Was das allerdings konkret bedeutet, darüber äußerte sie sich nicht.


BP hatte im Februar 2009 bei der US-Regierung einen Plan zur Erkundung und eine Analyse der Auswirkungen auf die Umwelt eingereicht und dabei versichert, man könne ein Katastrophenszenario, ein »worst case scenario«, am Bohrort beherrschen. Als »worst case scenario« wurde in dem Dokument das Austreten von 162.000 Barrel pro Tag bei einem unkontrollierten Blowout bezeichnet – das sind etwa 25 Millionen Liter pro Tag. Derzeit treten deutlich mehr als 200.000 Barrel täglich aus. Wenn das Öl den Golfstrom erreicht und zu den Stränden Floridas wandert – und sich vielleicht sogar um die Südspitze des Bundesstaats herum auf die Ostküste ausbreitet –, dann droht nach Ansicht von Experten eine ökologische und ökonomische Katastrophe epischen Ausmaßes. Anwohner der Küstenregionen Louisianas beklagen sich bereits, BP behindere die Schutzmaßnahmen.

Öl an der Oberfläche ist nur ein Teil des Problems. Professor Ed Overton von der Louisiana State University, Chef des Risiko-Einschätzungs-Teams für den Fall einer Ölpest, befürchtet, das in das Bohrloch eingeführte Rohr könnte völlig einbrechen. Wenn das geschähe, gäbe es keine Warnung, die resultierende Springquelle könnte noch weit verheerender sein. »Wenn so etwas passiert, dann macht es KRABUMM … Wenn das Ding einbricht, dann haben wir einen wirklich großen Schlag.«

BP verweigert Angaben darüber, wie viel Öl sich unter der Plattform befindet, dies sei Firmengeheimnis. Immerhin wurde angedeutet, es seien mindestens »einige zehn Millionen Barrel«.

Obama hat alle neuen Probebohrungen vor der Küste einstweilen gestoppt, sofern die Bohrinseln nicht über neuartige Sicherheitsvorkehrungen verfügen, die eine neue Katastrophe verhindern.

Als wolle er der wachsenden Kritik begegnen, hat der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, einen Blog mit dem Titel Die Reaktion auf die Ölpest eingerichtet, in dem er beschreibt, was die Regierung seit der Explosion Tag für Tag unternommen hat, dabei fallen immer wieder Worte wie »sofort« oder »schnell«. Es wird behauptet, Obama hätte »schon sehr früh« alle zuständigen Behörden angewiesen, sämtliche verfügbaren Ressourcen auf das Unglück und die Ermittlung der Ursachen zu richten. Aha. Weitere Informationen folgen.
avatar
Erendril
Medien-Killer
Medien-Killer

Anzahl der Beiträge : 776
Posting-Points : 1
Alter : 72
Ort : Wir sind überall

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Erendril am Di 1 Jun - 12:25

Guter Beitrag,gut recherchiert!Danke!

Admin1
 

Anzahl der Beiträge : 6389
Posting-Points : 296
Alter : 31

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Admin1 am Di 1 Jun - 13:10

Dieser gesamte BP Konzern müsste SOFORT zerschlagen werden.
Das GESAMTE Vermögen sollte SOFORT beschlagnahmt werden!!!
Damit es für die RETTUNG DES PLANETEN verwendet werden kann!!!

Wer jetzt noch bei BP tankt, kann genau so sein Altöl ins Meer gießen.

Dass diese Personen überhaupt noch zu Wort gelassen werden ist eine Frechheit!!!
avatar
Brainfire©
FREIDENKER 1°
FREIDENKER 1°

Anzahl der Beiträge : 3308
Posting-Points : 2
Alter : 40
Ort : Hyperborea

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Brainfire© am Di 1 Jun - 13:15

ja bei BP NICHT zu Tanken is gar nich so einfach ... wer weiß schon wieviele Firmen mit denen unter einer Decke stecken - leider

Admin1
 

Anzahl der Beiträge : 6389
Posting-Points : 296
Alter : 31

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Admin1 am Di 1 Jun - 13:35

Klar, aber um mal ein deutliches Zeichen zu setzen würde ich damit anfangen bei BP (den bekannten Tanken.) nichts zu kaufen.
avatar
Brainfire©
FREIDENKER 1°
FREIDENKER 1°

Anzahl der Beiträge : 3308
Posting-Points : 2
Alter : 40
Ort : Hyperborea

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Brainfire© am Di 1 Jun - 13:49

ehrlich gesagt sollte man dies Tanken in die Luft jagen ...
ein spruch der mich schon durch mein ganzes Leben irgendwie begleidet ist : Gib mir ne Revolution und ich für sie an !

Admin1
 

Anzahl der Beiträge : 6389
Posting-Points : 296
Alter : 31

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Admin1 am Di 1 Jun - 14:16

Boha, das hart. Aber nachvollziehbar.
Jedoch muss man mit solchen Äußerungen vorsichtig sein.
Stell mal vor da fliegen jetzt BPs um die Ohren...
avatar
Brainfire©
FREIDENKER 1°
FREIDENKER 1°

Anzahl der Beiträge : 3308
Posting-Points : 2
Alter : 40
Ort : Hyperborea

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Brainfire© am Di 1 Jun - 15:47

na wenns so weiter geht denke ich schon das dann nicht nur Autos wie Jüngst in Hamburg brennen sondern das es realistisch ist wenn man wegen diesen Idioten nicht mal mehr Tanken gehen kann ohne ein schlechtes gewissen zu bekommen
avatar
Van Bommel
Medien-Killer
Medien-Killer

Anzahl der Beiträge : 915
Posting-Points : 52

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Van Bommel am Mi 2 Jun - 1:52

Lucky77 schrieb:ja bei BP NICHT zu Tanken is gar nich so einfach ... wer weiß schon wieviele Firmen mit denen unter einer Decke stecken - leider

ARAL und Castrol gehören z.B. dazu, lässt sich auf der BP-Seite einsehen:
http://www.bp.com/extendedsectiongenericarticle.do?categoryId=9&contentId=7046348

BP heißt ja British Patrol und ist, wie der Name schon sagt, ein englisches Unternehmen. Habt ihr jetzt schon etwas gehört, dass England versucht in Louisiana zu helfen? Sollte der Staat da nicht Unterstützung bieten?

Letztendlich sollte man doch eigentlich immer ein schlechtes Gewissen haben, wenn man tanken geht oder? Egal, wer einem den Sprit verkauft. Die Schäden an unserer Umwelt entstehen dadurch ja so oder so. Nicht nur durch die Abgase, sondern auch durch die Pannen bei der Förderung usw.
Ich habe einen Bekannten der in der Nähe von New Orleans wohnt. Er hat mir erzählt, dass Lecks dort eigentlich zur Tagesordnung gehören, nur dass es diesmal eben wirklich verheerend schlimm ist.

Auch trifft nicht nur allein BP die Schuld (na gut, primär natürlich schon) aaaber: die Nachfrage bestimmt das Angebot. Solange wir Menschen uns vom Erdöl abhängig machen (lassen), wird sich nicht viel ändern.
Das ist also nicht nur der Sprit sondern auch alle möglichen anderen Erdölprodukte.

Und irgendwo sind auch die erdöl-fördernden Länder mit verantwortlich, denn sie sind es, die das Land an die Ölgesellschaften abgeben. Aber erkläre mal z.B. den Menschen im Süden der USA, dass sie ihre Haupteinnahmequelle wechseln sollen ^^

Naja.. ich für meinen Teil muss mich jedenfalls nicht fragen, wo ich tanken gehe, weil ich schon immer Radfahrer bin und auch mit meinen fast 40 Lenzen noch nie einen Führerschein besessen hab 🐰
avatar
orakel
Praeceptor

Anzahl der Beiträge : 1525
Posting-Points : 7
Ort : Jenseits von Eden

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von orakel am Mi 2 Jun - 2:34

Eigentlich ist die Zeit des Öls abgelaufen es ist möglich aus gezüchteten Bakterien sauberes Benzin herzustellen!
Kopie aus dem Link.

Erwächst aus der Wissenschaft eine gigantische Industrie?

Eines Tages wird man bei dem Unternehmen vielleicht ganze maßgeschneiderte Genome bestellen können. Diese sollen dann nicht weniger als globale Probleme lösen. Das Weltenergieproblem etwa.

Warum nicht Gene erschaffen, mit deren Hilfe ein Organismus Biokraftstoffe herstellt? Dem Ölkonzern Exxon Mobil war diese Idee schon eine Investition von mehreren hundert Millionen Dollar in die Synthetic Genomics wert. Venter finanziert damit ein Projekt mit Algen, die aus Sonnenlicht und Kohlendioxid Brennstoffe herstellen können sollen. So könnte das schädliche Treibhausgas CO2, das wir in Massen in die Erdatmosphäre blasen, plötzlich zur neuen Brennstoffquelle werden.

Noch ist ungewiss, wie weit die Truppe der Synthetischen Biologen auf diesem Weg kommen wird. Doch es lockt Gewaltiges, wenn der Übergang zur Technik des Lebendigen gelingt: "Es wird ein wahrhaft einzigartiger Moment in der menschlichen Geschichte sein", erklärt der dänische Biologe Steen Rasmussen. Und der US-amerikanische Komplexitätsforscher Stuart Kauffman stimmt ihm zu: "Die Folgen könnten noch bedeutender sein als die der Computerrevolution" (siehe Seite 120).

Medikamente zum Nulltarif, sauberes Benzin und rechnende Organismen; Materialien, die sich selbst reparieren, und Bakterien, die Treibhausgase in Baustoff verwandeln: Den denkbaren Anwendungen sind kaum Grenzen gesetzt. Irgendwann, so verkünden die kühnsten der Visionäre, würden sie auch genetische Programme schreiben, mit denen sich nicht nur die Natur, sondern sogar die Evolution des Menschen selbst steuern ließe.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,696057,00.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68525307.html

.

Gesponserte Inhalte

Re: ÖL GAU im Golf von Mexiko

Beitrag von Gesponserte Inhalte

  • Neues Thema eröffnen
  • Eine Antwort erstellen

Aktuelles Datum und Uhrzeit: So 19 Nov - 13:14